„Das entscheidet das Gericht“

Kommunalpolitiker in der Verbandsgemeinde Seehausen soll Ehefrau vergewaltigt haben

Landgericht Stendal
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In diesem Haus läuft der Prozess gegen einen Kommunalpolitiker, der seine Frau vergewaltigt haben soll.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen/Stendal. Ein Unternehmer, Kreistagsabgeordneter und Bürgermeister in der Verbandsgemeinde (VG) Seehausen muss sich seit dieser Woche vor dem Landgericht in Stendal verantworten.

Dem kommunalen Amts- und Mandatsträger wird vorgeworfen, seine Ehefrau zwischen 2012 und 2017 in fünf Fällen vergewaltigt zu haben. Einmal soll es sich um ein Versuchsstadium gehandelt haben.

Auf AZ-Anfrage möchte sich der Mann nicht groß äußern. Nur so viel: „Das entscheidet das Gericht. Die Vorwürfe sind nicht nachvollziehbar. Es sind schwere Anschuldigungen.“

Dr. Michael Steenbuck, Pressesprecher am Landgericht Stendal, sagte auf Nachfrage der AZ, dass am ersten Verhandlungstag eine umfangreiche Beweisaufnahme stattgefunden habe. Auf Antrag der Verteidigung wurde letztlich die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit sollte am kommenden Montag der zweite Verhandlungstag sein. Der wurde jedoch auf kommenden Mittwoch verschoben. An diesem Tag werden laut Dr. Steenbuck vier Zeugen und zwei Sachverständige vor Ort sein und angehört. Die Öffentlichkeit sei ausgeschlossen.

Ein weiterer Prozesstag sei am 15. November angesetzt. Dann könnte das Gericht eine Entscheidung zum Strafmaß fällen, vermutet der Pressesprecher.

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