„Ein Bild nach Magdeburg tragen“

Oberin Henrike Fiedler (l.) und Notarzt Dr. Walter Fiedler (r.) führten Jürgen Scharf (2.v.l.) und Nico Schulz (M.) durch das moderne Diakoniekrankenhaus.

Seehausen - Von Thomas Westermann. Der hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Nico Schulz besucht häufig die verschiedensten Einrichtungen in seinem Wahlkreis. Vorgestern stand das Diakoniekrankenhaus in Seehausen auf dem Programm. Mit dabei war der CDU-Fraktionsvorsitzende im sachsen-anhaltinischen Landtag, Jürgen Scharf, der sich den Fragen von Ärzten, Pflegeverantwortlichen und Verwaltungskräften stellte.

Die beiden CDU-Landespolitiker waren begeistert von dem in den vergangenen Jahren modernisierten Diakoniekrankenhaus. In Begleitung des Ärztlichen Direktors, Dr. Andreas Eckmann, der Oberin Henrike Fiedler, der Verwaltungsleiterin Heike Leue und des Leiters des Ärztlichen Notdienstes, Dr. Walter Fiedler, besichtigten die Gäste einige der Stationen sowie die SALUS-Tagesklinik und den Raum der Stille.

Es blieb auch noch Zeit, um Fragen an die Landespolitiker zu stellen. Wie Nico Schulz deutlich machte, sollte mit dem Besuch „ein Bild des Diakoniekrankenhauses nach Magdeburg getragen werden“.

Dr. Walter Fiedler sprach beispielsweise die Altmark-Konferenz an. Für ihn sei klar gewesen, dass es dabei vorrangig um wirtschaftliche Themen ging. Dennoch sollte nicht die Gesundheitspolitik in Vergessenheit geraten. Er regte eine Altmark-Gesundheits-Konferenz an, bei der alle Experten wie Mediziner, Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen an einen Tisch geholt werden sollten. „Die Probleme müssen im ländlichen Raum gemeinsam gelöst werden.“ Ein Problem für das Seehäuser Diakoniekrankenhaus ist die Gewinnung von jungen und hochqualifizierten Ärzten. „Wir wünschen uns Mediziner, die in der Altmark bodenständig werden und sich mit der Region verwurzelt fühlen“, sagte Dr. Andreas Eckmann. Der Nachwuchs sollte gefördert und gebunden werden, fügte der Ärztliche Direktor hinzu. Bisher wurden freie Medizinerstellen in der Wischestadt häufig mit Ausländern besetzt. Und die waren oft nur auf der Durchreise.

Auch die Überarbeitung des Rettungsdienstgesetzes sollte nicht vom grünen Tisch aus entschieden werden, gab Dr. Fiedler den beiden christdemokratischen Landespolitikern mit auf den Weg. Die Meinung der Fachleute sollte unbedingt hinzugezogen werden. In der Vergangenheit sei dies leider nicht der Fall gewesen, kritisiert Dr. Fiedler.

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