Kloth: „Das ist eine privatrechtliche Angelegenheit des Eigentümers“

Gefahr im Verzug Am Sande 2?

Vergammeltes Grundstück in Ostorf
+
Ob aus diesem Zweirad Flüssigkeiten ausgelaufen sind und die Erde kontaminiert haben, ist nicht bekannt.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
    schließen

Ostorf. Zu einem wahren Schandfleck ist das Grundstück Am Sande 2 in Ostorf geworden. Der Ort in der Nähe von Beuster gehört zur Hansestadt Seehausen. Eigentümer Peter Oehm kann nur aus der Ferne zuschauen, denn er hat die die idyllische Altmark schon längst verlassen und wohnt im oberfränkischen Coburg in Bayern. Der Nachnutzer ist auch nicht mehr da.

Wie es aber mit dem Zustand von den Gebäuden und dem Grundstück bestellt ist, darüber ist er informiert. Gegenüber der AZ äußert er sich in einem Schreiben wie folgt: Das Gehöft liege inmitten des Naturschutzgebietes. Durch den massiven jahrelangen Unrat sei bereits das Erdreich kontaminiert. Somit seien alle Kleintiere verseucht, die speziell von Störchen, Igeln und geschützten Raubvogelarten gefressen werden, malt der Eigentümer ein düsteres Bild. Außerdem werde das Grundwasser verseucht. Überall lägen tote Tiere, beschweren sich nach Angaben Oehms die Nachbarn.

Das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Seehausen ist über die Zustände Auf dem Sande in Ostorf im Bilde. Doch tote Tiere liegen dort nicht herum, sagte Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth auf AZ-Anfrage und nach Rücksprache mit dem Sachgebietsleiter Ordnungsverwaltung, Björn Schünemann. Letzterer habe die Situation auch schon dem Umweltamt des Landkreises Stendal geschildert. Zudem sei das eine privatrechtliche Angelegenheit, macht Verwaltungschef Kloth wiederum deutlich. Die Verbandsgemeinde sei nicht mit im Boot. Und: „Wir können nicht die Grundstücke aufräumen, das muss der Eigentümer machen, denn Eigentum verpflichtet. Man kann die Behörden nicht vor den Karren spannen, um alles wieder schick zu machen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare