Verbandsgemeinde Seehausen bereitet sich auf Bekämpfung vor

Eichenprozessionsspinner im Blick

Björn Schünemann möchte die neue Bekämpfungsmethode in der Verbandsgemeinde testen.
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Björn Schünemann möchte die neue Bekämpfungsmethode in der Verbandsgemeinde testen.

Seehausen – Die Verbandsgemeinde Seehausen rüstet sich für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners, kurz EPS genannt.

Jüngst gab es diesbezüglich eine Zusammenkunft beim Landkreis Stendal, an der auch Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth zugegen war.

Fakt ist, dass weniger Geld für die Bekämpfung der Raupen, die den Menschen gesundheitlich schwer zu schaffen machen, bereitsteht. Waren es im vergangenen Jahr noch zwei Millionen Euro an Landesmitteln, so wurde dieses Jahr die Summe auf eine Million Euro halbiert. Allerdings machte Kloth im AZ-Gespräch deutlich, dass die zwei Millionen Euro im vergangenen Jahr gar nicht abgefordert worden sind. Auch die Förderquote sei zurückgegangen. Waren es einst über 80 Prozent, so seien es derzeit noch 63 Prozent. Dennoch meint der Verwaltungschef, dass „noch ordentlich Geld bereitgestellt wird“ und spricht von einer Summe unter 100 000 Euro für die Region im Norden Sachsen-Anhalts. Konkreter könnte es heute werden, wenn erneut eine Zusammenkunft beim Landkreis anberaumt ist. Für die Verbandsgemeinde Seehausen wird die Bekämpfung auf alle Fälle teurer. Waren im Haushalt sonst 25 000 Euro eingestellt, rechnet man nun mit 34 000 Euro.

Je nach Witterung wird mit der Bekämpfung aus der Luft und vom Boden aus Ende April oder Anfang Mai begonnen. Ob dann die neue Methode mit 97 Grad Celsius heißem Wasser und Schaum auch zur Anwendung kommt, ist noch offen. Bei einer Präsentation vor einigen Wochen in Osterburg sagte der damals ebenfalls anwesende Sachgebietsleiter im Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Seehausen, Björn Schünemann, dass man die neue Methode durchaus probieren sollte.

VON THOMAS WESTERMANN

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