Förderverein fürs Seehäuser Waldbad wünscht sich Neugestaltung der Freizeitstätte

Edelstahlbecken mit Sprungturm

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Auf dem Gelände des Seehäuser Waldbades entsteht in diesem Jahr ein attraktiver Spielplatz für mehr als 20.000 Euro.

Seehausen. „Ein wichtiger Tag war der 28. Oktober 2013“, resümierte Vorsitzender Dr. Walter Fiedler auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins für das Seehäuser Waldbad.

Unerwartet sei der Antrag der Hansestadt auf Fördermittel für das Waldbad durch das Leaderprogramm bestätigt worden. 99 000 Euro wurden bereitgestellt, und mit dem Eigenanteil der Stadt von rund 55 000 Euro, den die Stadträte bereits im Vorfeld genehmigt hatten, könne nun die Sanierung des Umkleide- und Sanitärbereichs beginnen. Eine wichtige Voraussetzung, um das Bad attraktiver zu gestalten, ist sich der Chef-Förderer sicher. Der Verein mit seinen Aktivitäten und die Gespräche des Vorsitzenden haben sicher bei dieser Entscheidung einen positiven Beitrag geleistet. Mittlerweile seien zur Realisierung des Vorhabens erste Gespräche mit dem von der Stadt beauftragten Planer erfolgt. Der Förderverein hatte dazu seine Vorstellungen schriftlich eingereicht, die auch weitgehend Berücksichtigung fanden. Ziel ist es, bis zum Saisonbeginn am 1. Juni die Arbeiten im Umkleide- und Sanitärbereich fertigzustellen. Bei der Umsetzung soll die Außenansicht bleiben, um das historische Bild des fast 76 Jahre alten Bades nicht zu verändern. Künftig werden die Umkleidekabinen jedoch größer, da aus zwei eine gemacht werde, berichtete Dr. Fiedler.

Je nach Finanzlage sollen auch Baumaßnahmen in der ehemaligen Bademeisterwohnung starten, in der ein Fahrradfahrer-Hotel geplant ist. Auch der unvollendete Saunabau soll nach Möglichkeit hergerichtet werden. Erste diesbezügliche Überlegungen und Gespräche laufen schon. Ferner wird in diesem Jahr ein neuer Spielplatz mit einem Kostenvolumen von mehr als 20 000 Euro entstehen.

Noch in weiterer Sicht steht die komplette Neugestaltung des Bades. Der Vorsitzende konnte jedoch schon auf eine Planung verweisen. So soll die Wasserfläche verkleinert werden. Vorgesehen ist ein Edelstahlbecken – der Hersteller gibt dafür 50 Jahre Haltbarkeitsgarantie – mit einer 25-Meter-Bahn für Schwimmer. Die Tiefe beläuft sich zwischen 1,35 und 1,80 Meter. Das Nichtschwimmerbecken ist zwischen 60 Zentimeter und ein Meter tief. Außerdem soll ein Sprungbereich mit einem Fünf-Meter-Turm als Attraktion geschaffen werden. So etwas habe kein Bad in der Umgebung, frohlockt Dr. Fiedler. Im Nichtschwimmerbecken sind Wasserspeier für Rückenmassagen und ein Wasserpilz angedacht. Angesichts des Investitionsvolumens in Höhe von 2,1 Millionen Euro sprach der Vorsitzende davon, dass das Bad vorerst ein Traum sei und fügte hinzu: „Wer aber nicht träumt, der hat seinen Optimismus verloren.“ Frank Möller von der Wittenberger Bäder GmbH, die die Freizeitstätte im Schillerhain seit Jahren betreut, sprach bei einer Umsetzung des Projektes von einem Alleinstellungsmerkmal für die Region. Edelstahl sei das Maß aller Dinge, und auch die Betriebskosten würden angesichts der Modernisierung sinken.

Dr. Fiedler erwähnte, dass im November am Hochbeet vor dem Bad ein Gedenkstein für den langjährigen Seehäuser Bürgermeister und Mitbegründer des Fördervereins, Ewald Duffe, ein Gedenkstein enthüllt wurde. Die Pflege des Beetes übernimmt der Verein.

Von Thomas Westermann

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