106 Tonnen Alttextilien im vergangenen Jahr gesammelt / Immer mehr älteren Menschen nutzen Einrichtung

DRK-Kleiderkammer sehr gefragt

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Die Chefin der DRK-Kleiderkammer, Ines Schatz-Voigt, hat in der Einrichtung an der Arendseer Straße in Seehausen viel zu tun. Rund 320 Personen nutzen monatlich die Angebote an Alttextilien.

Seehausen. Die neue Kleiderkammer in ansprechenden Räumen des Seehäuser DRK-Ortsvereins ging im Frühjahr 2016 in Betrieb. Vorsitzende Marlies Duffe spricht diesbezüglich „von der besten Investition“ seitens der karitativen Organisation.

Und der Bedarf an Kleidung für Bedürftige sei riesig, weiß die Frau aus Behrend. Derzeit gehe Winterkleidung gegen einen geringen Obolus weg, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.

Im vergangenen Jahr, bilanziert die 59-Jährige, wurden aus 49 Containern und diversen Haushaltsauflösungen die Altkleider und andere Gegenstände gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt. Insgesamt 106 Tonnen kamen dabei zusammen. Das seien zwölf Tonnen weniger als ein Jahr zuvor. Als Grund nennt Duffe die aufgestellten Container von Fremdfirmen. Die Kleiderkammer werde nicht nur von Seehäusern gut angenommen, sondern auch von Bewohnern aus den Nachbarkreisen, wie beispielsweise aus der Prignitz. Wittenberger und Perleberger nutzen die Einrichtung an der Arendseer Straße gern. 

Im vergangenen Jahr 2017 hatte die Chefin der Kammer, Ines Schatz-Voigt, mit ihren Mitstreiterinnen circa 12.000 Kleidungsstücke über die Ladentheke gereicht. Duffe spricht von „einer großen Nachfrage an Kinderbekleidung“. Die durchschnittliche Besucherzahl im Monat liege bei 320 Personen, darunter auch Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern. „Sehr bewegend ist in unserer Zeit die Tatsache, dass immer mehr ältere Menschen aus der Region von der Kleidekammer Gebrauch machen müssen“, sagt die Vorsitzende mit ihrem großen sozialen Herz, die auch Leiterin des DRK-Mehrgenerationenhauses in Seehausen ist. Die Kleiderkammer unterstütze zudem alljährlich Kinder aus dem strahlengeschädigten Narowlja und aus Rumänien mit Strickbekleidung. Und auch der Karnevalsverein profitiere von der Einrichtung und bekomme Kostüme, die gerade benötigt werden. In diesem Jahr waren Kittelschürzen und Bekleidung aus den 1970er Jahren sehr gefragt.

Von Thomas Westermann

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