Reit- und Sportverein Bretsch hatte zur traditionellen Fuchsjagd mit rund 50 Teilnehmern eingeladen

Ein dreifaches „Hufschlag frei“

Am Lagerfeuer auf einer Wiese nahe der Bundesstraße 190 gab es bei schönstem Herbstwetter Speis und Trank für die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der traditionellen Fuchsjagd, die von Bretsch aus startete und durch die Priemernsche Heide führte. Mit einem dreifachen „Hufschlag frei“ wurde dort auch mit einem Glas Schnaps auf einen gelungenen Ausflug angestoßen.

Bretsch. Eine langjährige Tradition hat die Fuchsjagd in Bretsch. Und die wird durch den dortigen Reit- und Sportverein immer noch aufrechterhalten. Wie Vorsitzender Dr.

Henning Horzetzky bei der Neuauflage am Sonnabend sagte, gebe es die Fuchsjagden schon seit den 1960er Jahren mit großer Resonanz. Rund 70 Pferde seien damals dabei gewesen. Zum Abschluss aß man Schwein am Spieß. Mittlerweile fallen die Fuchsjagden etwas kleiner aus, das die Vereinsmitglieder keinesfalls als störend empfinden. Vielmehr komme es darauf an, das Zusammengehörigkeitsgefühl in gemütlicher Runde zu festigen, so Dr. Horzetzky. Und die Gemütlichkeit kam mit Sicherheit nicht zu kurz, wenn auch die Fuchsjagd keine richtige mehr ist. Früher hatte ein Reiter ein Fell von Meister Reineke getragen, das abgejagt werden musste. Dies war nicht ungefährlich und verursachte oftmals Unfälle. Deshalb verabschiedeten sich die Bretscher von diesem Brauch und reiten solide, wobei aber unterwegs immer einige Hindernisse zu überwinden sind. Bei der vorgestrigen Tour von Bretsch aus in die Priemernsche Heide waren 13 Reiter, sechs Kutschen und zwei Kremser mit insgesamt rund 50 Teilnehmern dabei. Bevor es losging, gab Detlef Otto auf dem Jagdhorn das Signal zum Sammeln. Daraufhin trat das Jagdgericht, bestehend aus Friedrich-Wilhelm Schmundt und Dieter Deutsch, in Aktion. Das Duo schaute, ob die Reiter im Besitz von Messer, Bindfaden und Leckerlies waren. Zudem wurde auch das Sattelzeug und das Vorhandensein von Handschuhen überprüft. Nach dem rund zweistündigen Ausflug gab es am Lagerfeuer auf einer Wiese nahe der B 190 belegte Brötchen sowie Getränke. Allerdings scheinen die Uhren bei den Pferdesportfreunden etwas anders zu gehen. Obwohl es 12 Uhr war, sprach man vor Ort von einem Frühstück. Mit einem dreifachen „Hufschlag frei“ wurde mit einem Glas Schnaps auf einen gelungenen Ausflug angestoßen, der später mit einem Jagdgericht endete.

Von Thomas Westermann

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