Drei Varianten zur Auswahl: Seehäuser Stadtrat befasst sich mit der Thematik

Brücke und Böschung im Blick

Beustertorbrücke in Seehausen
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Wie geht es mit der gesperrten Brücke am Seehäuser Beustertor weiter? Mit der Thematik befasst sich der Stadtrat auf seiner nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Aufgrund erheblicher Baumängel musste die Beustertorbrücke in der Hansestadt Seehausen vor etwa zwei Jahren für Fußgänger und Radfahrer gesperrt werden (die AZ berichtete). Doch nun haben die Kommunalpolitiker das Thema erneut auf der Tagesordnung, wenn der Stadtrat sich am kommenden Donnerstag zu seiner nächsten Sitzung trifft.

Die Verbandsgemeinde Seehause hat auf Antrag der Hansestadt Seehausen Zuwendungen aus dem Hochwasserprogramm 2013 für die Böschungssanierung in Höhe von circa 171 000 Euro erhalten. Doch wie geht es mit dem Bauwerk weiter? Grundsätzlich wurden drei Varianten untersucht. Dabei geht es um den Abbruch der bestehenden Brücke und die dauerhafte Böschungssicherung. Variante zwei beinhaltet den Rückbau und Neubau als Geh- und Radwegbrücke. Drittens wäre auch ein Rückbau und Neubau als Straßenbrücke mit den aktuellen Nutzbreiten möglich.

Da die Brücke in Verbindung mit dem Beustertor ein Ensemble bildet und unter Denkmalschutz steht, wurde die Untere Denkmalschutzbehörde zur Entscheidungsfindung herangezogen. Aus Sicht der Bau- und Denkmalpflege bestehen keine grundsätzlichen Einwände gegen einen Abbruch des Bauwerks. Jedoch bedarf der Abbruch der nachvollziehbaren, archivfähigen Dokumentation der bestehenden Brückenkonstruktion, und der Wiederaufbau der der Brücke ist aus denkmalfachlicher Anschauung dann zwingend erforderlich, um die Denkmaleigenschaft der mittelalterlichen Stadtbefestigungsanlage wieder herzustellen. Die Konstruktion kann als Geh- und Radwegbrücke auch ohne Mittelpfeiler errichtet werden, muss sich aber an der Öffnungsbreite und der Gelände-Oberkante des Beustertores orientieren. Laut Kostenschätzung wären dafür über 593 000 Euro fällig. Baubegleitend hat zudem eine archäologische Dokumentation zu erfolgen.

Der Stadtrat wird sich am Donnerstag dazu positionieren. Wird an einer Böschungssanierung am bestehenden Bauwerk wie 2015 beantragt und beabsichtigt, festgehalten? Eine dauerhafte und sinnvolle Böschungssanierung unter Berücksichtigung der Variantenuntersuchungen käme nur in Betracht, wenn nach dem Abbruch ein Wiedraufbau der Brücke als Geh- und Radwegbrücke erfolgt. Dies wäre laut einer Informationsvorlage auch die kostengünstigste Lösung.

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