Bürokratische Hürden verzögern Fördervereinsarbeit

Drei Glocken sollen wieder erklingen

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Umfangreiche Sanierungsarbeiten sollten eigentlich 2017 in der Beusteraner St.-Nikolaus-Kirche über die Bühne gehen. Bürokratische Hemmnisse blockierten die Maßnahmen.

Beuster. Das südliche Seitenschiff der Beusteraner Stiftskirche St. Nikolaus sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr umfangreich saniert werden. Unter anderem machen sich dringende Arbeiten am Dachstuhl erforderlich.

Doch die bürokratischen Hemmnisse ließen Fördervereinsvorsitzenden Dr. Volker Stephan nahezu verzweifeln. Die Bautätigkeit musste ruhen. 

Dabei verlief zunächst alles vielversprechend. Nach dem der Holzschutzsachverständige bereits im Januar sein Gutachten abgegeben hatte, wurde im April die Baugenehmigung erteilt. Damit waren alle Voraussetzungen für die Bewilligung des Förderantrags, der pünktlich und vollständig zum 1. März eingereicht worden war, erfüllt. Die Beantragung nach der Kulturerbe-Richtlinie bei der Investitionsbank ermöglicht eine 80-prozentige Förderung. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 80.000 Euro. Für Dr. Stephan, der nun auf Umsetzung der Maßnahme in 2018 hofft, sei der lange Bewilligungsweg „unbefriedigend“.

Ein weiteres Vorhaben: In St. Nikolaus sollen wieder drei Glocken erklingen, das bis etwa 1917 Tag für Tag der Fall war. Aber im Zuge des Ersten Weltkrieges wurden zwei Klangkörper für Militärzwecke eingeschmolzen. So verblieb eine Glocke im Gotteshaus. Mittlerweile kam eine weitere aus der leer stehenden Kirche im Nachbarort Eickerhöfe hinzu. So macht sich laut Dr. Stephan lediglich ein Neuguss für die dritte Glocke erforderlich. Ein Angebot eines Glockengießers liege vor. Das Trio soll dann mit einer automatischen Läuteeinrichtung versehen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 35.000 Euro. Mit der Umsetzung rechnet Dr. Stephan ab Mitte des Jahres.

Von Thomas Westermann

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