„Dipel-ES“ gegen Raupenplage

In langsamer Fahrt ging es an den Eichen zwischen Geestgottberg und Wahrenberg vorbei. Von der Spritzkanone aus erfolgte dann die Bekämpfung.

Seehausen - Von Walter Schaffer. In mehrenen Gemeinden der Verbandsgemeinde Seehausen startete vorgestern die Bekämpfung der Raupen des Eichenprozessionsspinners vom Boden aus. Wenn das Wetter mitspielt, soll den Raupen am Freitag der Garaus aus der Luft gemacht werden.

Nachdem am Sonntag keine größeren Niederschläge in der Region zu verzeichnen waren, konnte am Montag mit der terrestrischen Spritzaktion gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners begonnen werden. In Losenrade startete die Aktion und führte über Geestgottberg, Wahrenberg, Krüden, Pollitz, Aulosen, Drösede, Wanzer, Bömenzien, Deutsch bis nach Groß Garz. Rund 450 Eichenbäume in vorwiegender Einzellage wurden mit dem Spritzmittel „Dipel-ES“ behandelt. Dieses bewirkt, dass es bei den Raupen, die sich kurz vor dem dritten Entwicklungsstadium befinden, zu einer Zerstörung des Darmepithels und damit zum Absterben der Raupen führt. Mit Hochdruck wird die Spritzbrühe bis in den Kronenbereich von hohen Eichen gebracht. Dort, wo der Spezial-Lkw nicht hinkommt, wird eine D-Schlauchleitung ausgerollt, und mit einem verstellbaren Sprühstrahlrohr kann dann die Bekämpfung erfolgen. Horst Sandmann vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Seehausen, der die Aktion begleitete, hofft, dass durch diesen effektiven Einsatz ein größtmöglicher Erfolg gesichert wird, und die gesundheitliche Beeinträchtigung durch die Nesselhaare der Raupen auf ein Minimum reduziert wird. Wenn das Wetter mitspielt, dann kann eventuell am Freitag die Bekämpfung von großen Flächen mit dem Spezialhubschrauber erfolgen.

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