Brückensperrung: CDU-Landtagsmitglied Nico Schulz wandte sich mit Schreiben an Minister

„Dieser Zustand ist untragbar“

Landwirte, Unternehmer und Wische-Bürgermeister Karsten Reinhardt (3.v.l.) sind frustriert über die Brückensperrung. Landtagsmitglied Nico Schulz bat Minister Webel um Hilfe. Foto: Westermann

Seehausen/Falkenberg. Thomas Webel, seines Zeichens Minister für Landesentwicklung und Verkehr, machte sich bei seinem Altmark-Besuch in dieser Woche auch ein Bild von der gesperrten Brücke zwischen Seehausen und Falkenberg.

Die Initiative zu dem spontanen Vor-Ort-Termin kam auf Anregung des hiesigen CDU-Landtagsabgeordneten Nico Schulz zustande. Schulz wandte sich mit einem Schreiben zu der Problematik an den Minister. Darin macht er unter anderem aufmerksam, dass auf einer etwa 15 Kilometer langen Strecke der Kreisstraße 1019, auf der sich auch die gesperrte Brücke befindet, insgesamt 13 Brücken und Durchlässe befinden. Vier der Brücken seien wegen Mängeln auf 16 Tonnen begrenzt. Für den privaten Verkehr sei die Sperrung nicht allzu problematisch, schätzt Schulz ein, jedoch für den landwirtschaftlichen, gewerblichen und öffentlichen Personennahverkehr. Den Einwohnern und besonders den landwirtschaftlichen Betrieben entstehen riesige Umwege – noch dazu in der gegenwärtigen Erntezeit. Sie müssen über Schönberg, Neukirchen, Behrend oder Dobbrun ausweichen und dann allerdings über nichtöffentliche landwirtschaftliche Wege fahren. Diese seien aber für diese zusätzlichen Belastungen nicht ausgelegt, da sie maximal drei Meter breit sind, an den Rändern nicht fest begrenzt und und mit 25 Zentimetern Mineral und acht Zentimetern Bitumen nicht grundhaft ausgebaut. Die Schäden seien von den Kommunen auszubessern. Dies müsse nachgewiesen werden, ansonsten drohen Fördermittelrückforderungen – angesichts der finanziellen Lage der Kommunen unmöglich. Die Situation könnte sich demnächst verschlimmern, weil sich drei weitere Brücken auf der Strecke in einem ähnlich schlechten Zustand befinden.

Der CDU-Landtagsabgeordnete appelliert an Webel: „Sehr geehrter Herr Minister, hier muss dringend etwas geschehen. Dieser Zustand ist untragbar. Auch wenn es sich um eine Kreisstraße handelt, hoffe ich, dass Sie als zuständiger Minister Einfluss nehmen können, damit die ganze Straße wieder uneingeschränkt nutzbar ist.“ Nico Schulz macht zudem auf das geänderte Finanzausgleichsgesetz (FAG) aufmerksam, das zu einer weiteren Verschlechterung der finanziellen Ausstattung der beiden altmärkischen Landkreise führte. Schulz wörtlich: „Dass wir hier besondere Aufwendungen haben, zeigt das beschriebene Problem exemplarisch. Von daher erhoffe ich mir auch beim neuen FAG Ihre Unterstützung.“

Von Thomas Westermann

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