Antrag für mehr Sicherheit der Pedalritter an der K 1020 abgelehnt

„Armutszeugnis“: Radweg ade

Deichverteidigungsweg bei Seehausen
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Zwischen Deichverteidigungsweg und der K 1020 ist ein befestigter Radweg erwünscht.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. Eine unbefestigte etwa 200 Meter lange Strecke zwischen Deichverteidigungsweg und Kreisstraße 1020 unweit des Abzweigs nach Beuster sollte auf Antrag von Linke-Bündnis 90/Die Grünen im Seehäuser Stadtrat ausgebaut werden. Doch die Mehrheit der Abgeordneten lehnte dies ab. Die grüne Stadträtin Susanne Bohlander sprach von einem „Armutszeugnis“.

Hauptgrund für die ablehnende Entscheidung sind die finanziellen Mittel. Das Bauamt hat schon mal zwei Varianten berechnet. Angelehnt an das jetzige Preisniveau kostet ein Meter Betonspurbahn mit Planung, Unterbau, Spurbahn und Regulierung des Seitenbereichs circa 200 Euro netto. Die Bruttogesamtsumme würde sich auf etwa 48 000 Euro belaufen. In dem Ausbau in Schotterbauweise wären rund 23 000 Euro an Gesamtkosten fällig. Der laufende Meter würde 95 Euro netto kosten.

Den Antrag haben Radtouristikerin und Kommunalpolitikerin Bohlander und ihre Mitstreiterin Kathrin Baier nicht grundlos gestellt. Die K 1020 werde derzeit saniert. „Welche Auswirkungen hat das für den touristischen Radverkehr und Alltags-Radverkehr?“, fragen sich die beiden Frauen, denn für Radler könnte die Fahrt auf der ausgebauten K 1020 gefährlich werden. Sie soll neben der Alandstraße den Verkehr aufnehmen, der zwischen Seehausen und Wittenberge nicht auf der Autobahn fahren könne oder wolle. Eine drastische Verkehrszunahme sei auf der Strecke zu erwarten – laut A-14-Planfeststellungsbeschluss bis zu 3000 Kraftfahrzeuge in 24 Stunden. „Wie kann die Sicherheit der Radler gewährleistet werden?“, fragen die Frauen und nennen die Alternative, die bei den Seehäuser Räten wie erwähnt keine Mehrheit fand.

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