Seehausen will Aufwendungen für Waldbad nicht mehr alleine tragen

Stadt fordert Kostenbeteiligung

Das Waldbad wird durch die Stadt pro Jahr mit rund 70000 Euro unterstützt. Die Stadt will dies nicht mehr alleine stemmen
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Die jährlichen Kosten für das Waldbad belaufen sich auf rund 60000 Euro. Die Stadt möchte, dass die Mitglieder Verbandsgemeinde einen Teil finanziert.
  • Tobias Henke
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Die Hansestadt Seehausen zahlt pro Jahr zwischen 60000 und 70000 Euro für den Betrieb des Waldbades. Unter anderem werden mit dem Geld kleinere Reparaturen bezahlt. Eine Beschlussvorlage des Stadtrates sieht vor diese Aufgaben auf die Verbandsgemeinde zu übertragen. Ein ähnlicher Anlauf wurde bereits 2013 unternommen, als die Verbandsgemeinde den Vorschlag ablehnte.

Seehausen –„Bei der Gebietsreform 2009 wurde der Fehler gemacht, in dem das Waldbad nicht an die Verbandsgemeinde übertragen wurde“, verdeutlicht Seehausen Bürgermeister Detlef Neumann gegenüber der AZ die Position der Hansestadt. In Arneburg-Goldbeck etwa sei die Verbandsgemeinde seit 2010 für das Freibad zuständig. Ob die Haltung Neumanns bei der Verbandsgemeinde Seehausen inzwischen mehrheitsfähig ist, wird sich zeigen. Sollte der Stadtrat sich am kommenden Donnerstag dafür aussprechen, die Unterhaltungskosten für das Waldbad zu übertragen, muss sich der Verbandsgemeinderat mit dem Thema beschäftigen. „Wir unternehmen jetzt einen neuen Anlauf. 2013 hat der Verbandsgemeinderat es vehement abgelehnt, dass er an den Kosten beteiligt wird. Seehausens ehrenamtlicher Bürgermeister argumentiert, dass das Waldbad keine Einrichtung sei, die nur den Seehäusern zu Gute käme. „Viele Menschen aus den Mitgliedsgemeinden und auch aus überregionalen Gebieten kommen gerne ins Waldbad nach Seehausen“,

Eine konkrete Vorstellung, wie die finanzielle Belastung aus seiner Sicht gerechter verteilt werden könnte, hat das Stadtoberhaupt bereits. „Entweder muss die Umlage der Mitgliedsgemeinden an die Verbandsgemeinde erhöht werden, oder der Haushalt der Verbandsgemeinde muss angehoben werden“.

Neumann schwebt eine Halbierung der Ausgaben der Stadt für das Waldbad vor. Seiner Meinung nach sollen die Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde für rund 30000 Euro der jährlichen Kosten aufkommen.

Kurzfristig reagiert hat der Stadtrat auf den Umstand, dass der Pächter der Gaststätte des Waldbades seinen Vertrag fristgerecht gekündigt hat (die AZ berichtete.) Somit wird ein Nachfolger benötigt. Die Verpachtung des Waldbades soll neu ausgeschrieben werden. Hierzu steht ein Beschluss an.

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