Heilpädagogik-Neubau verzögert sich weiter / Jahresfest in Königsmark

Diakonie in Warteschleife: „Wir packen noch nichts“

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Das Tor steht offen. Einladend wirkt das Gelände in Seehausen. Doch die Bauarbeiten lassen auf sich warten.

Königsmark  /  Seehausen. Die Heilpädagogische Einrichtung des Diakoniewerks Osterburg plant vorerst weiter für den Standort in Königsmark. „Wir packen noch nichts in Kartons.

Das Haupthaus in Königsmark, eine Villa, gehört dem Landkreis.

Wir denken noch nicht einmal daran und müssen abwarten“, sagt Bereichsleiter Thomas Annabring gegenüber der AZ. Der Neubau einer Einrichtung für geistig und mehrfach behinderte Menschen in Seehausen scheint zwar nach wie vor gewollt, beim Land aber nicht so einfach durchsetzbar. „Uns fehlt noch die Finanzzusage der Sozialagentur. Wir sind optimistisch, dass diese bald kommt“, meint Dr. Ulrike Bergmann, Vorsitzende des Diakonie-Vorstandes, auf Nachfrage der AZ. „Bei grünem Licht in diesem Jahr könnte dann frühestens 2019 umgezogen werden.“ Vor vier Jahren wurden die Umzugspläne konkreter. Das Diakoniewerk mit Sitz in Hindenburg möchte auf dem Gelände der früheren Sekundarschule in Seehausen neu bauen. Das Gebäude soll eine Nummer kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. Zuletzt war von 24 Plätzen und nicht mehr von 33 Plätzen die Rede. Grund dafür seien veränderte allgemeine Förderbedingungen. Kleinere Einrichtungen seien aus therapeutischer Sicht einfach mehr gewünscht und gewollt. Mehr als zwei Millionen Euro sollen in der Wischestadt investiert werden, die Diakonie hofft auch auf Fördergeld und könnte einen Kredit aufnehmen (die AZ berichtete).

In Seehausen soll der Inklusionsgedanke stärker gelebt werden können, hat Dr. Bergmann immer wieder betont. Die Behinderten befänden sich in einem größeren Ort, würden mehr am normalen Leben teilnehmen, könnten besser gefördert und gefordert werden. Was aus der gemieteten markanten Villa des Landkreises und den Nebengebäuden in Königsmark wird, dürfte eine weitere noch offene Frage sein.

Annabring und Kollegen bereiten derzeit das Jahresfest vor, das wieder zahlreiche Gäste anziehen soll. Los geht es am 24. Juni mit einem Festgottesdienst in der nahen Kirche um 14 Uhr. Ein Märchen soll wieder einer der Höhepunkte in Königsmark sein. Aufgeführt wird dieses Mal „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“.

Von Marco Hertzfeld

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