Reibungsloser Ablauf bei dezentraler Corona-Impfung in Wischelandhalle

Kleiner Stich mit großer Wirkung

Medizinstudentin impft Seniorin gegen Corona
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Medizinstudentin Ina Rothe impfte die 80-jährige Marie Luise Eisenberg aus Groß Garz.
  • Thomas Westermann
    vonThomas Westermann
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Seehausen. Rund 700 Seniorinnen und Senioren ab 76 Jahren in der Verbandsgemeinde Seehausen kamen zum dezentralen Impftermin des Landkreises Stendal in die Seehäuser Wischelandhalle. Die Organisation fand von den Impfwilligen viel Lob.

Etliche freiwillige Helfer standen unterstützend zur Seite. Dazu gehörten beispielsweise Angehörige der Bundeswehr und auch Damen, die in den Mitgliedsgemeinden die Seniorenbetreuung organisieren. Zwei davon waren die Seniorenbeauftragte der Verbandsgemeinde Seehausen, Lydia Rubbert, die sich auch um die Belange der alten Menschen in der Gemeinde Altmärkische Wische kümmert, sowie Gisela Griep, die Seniorenbetreuerin in der Kommune Zehrental. Insgesamt waren es knapp über 20 ehrenamtliche Helfer und Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung. „Für die Unterstützung sind wir sehr dankbar“, sagte Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (FW), der sich auch über den reibungslosen Ablauf der Aktion freute. Während auf dem Parkplatz an der Wischelandhalle am Vormittag die Gemeindearbeiter der Altmärkischen Wische, Jens-Uwe Schneider und Ralf Zacharias, die Einweisung übernahmen, konnten sich die Senioren in eines der insgesamt im Inneren der Halle aufgebauten sechs Zelte impfen lassen. Zwei junge Frauen, die diese Aufgabe auch übernahmen, waren die Medizinstudentinnen Ina Rothe und Anna Dähnrich. Erstere stammt aus Vielbaum und studiert im achten Semester in Magdeburg. Sie hatte im vergangenen Jahr bei Dr. Susanne Netal in Seehausen ein Praktikum gemacht und begeistert sich für die Allgemeinmedizin. Nach dem Studium möchte die junge Frau gern in der nördlichen Altmark tätig werden und in der Nähe ihrer Familie bleiben, äußerte sie gegenüber der AZ. Als der dezentrale Impftermin in Seehausen angeboten wurde, hatte Ina Rothe spontan zugesagt, dabei zu unterstützen. Auch bei der zweiten Impfung der Senioren am 19. Mai ist die Altmärkerin wieder mit von der Partie. Anna Dähnrich wohnt in Beuster/Werder und studiert Medizin in Rostock. Über den DRK-Kreisverband Stendal arbeitet sie derzeit im Impfzentrum und ist bei den dezentralen Impfterminen in verschiedenen Orten unterwegs. Die künftige Ärztin will nach dem Studium ebenfalls in der nördlichen Altmark tätig werden. Die Weichen dafür hat sie schon gestellt. Anna Dähnrich hat von der Stadt Osterburg ein Stipendium erhalten und sich dazu verpflichtet, nach der Ausbildung in der Region zu arbeiten. Den Vertrag dazu hatte sie schon kurz vor Weihnachten 2019 unterschrieben.

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