Majestätischer Glanz mit Holzhut

Deutsche Baumkönigin legt am 25. August in Barsberge Hand an

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Caroline Hensel ist Baumbotschafterin. Die Forstwissenschaftsstudentin will 2020 ihren Master machen.

Barsberge/Seehausen – Majestätischen Glanz bekommt mit Caroline Hensel, einer 26-jährigen Forstwissenschaftsstudentin an der Technischen Universität Dresden, das Waldfest der Hansestadt Seehausen am 25. August in Barsberge.

Als „Deutsche Baumkönigin 2019“ fungiert die junge Dame als offizielle Botschafterin der Aktion „Baum des Jahres“, die von der im niedersächsischen Rehlingen (Landkreis Lüneburg) ansässigen Dr. Silvius Wodarz Stiftung verantwortet wird.

Zuletzt war die Baumkönigin mit ihrem markanten Holzhut und in schicken Stiefeln mit königlichen Kolleginnen aktiv. Sie traf étwa auf Baumprinzessin Lotta und auf die Sächsische Waldkönigin Gina Maria, um die Werbetrommel für die Flatterulme – dem aktuellen Baum des Jahres – zu rühren. Auch war die 27-Jährige beim Rhein-Main-Baumforum und auf der Grünen Woche in Berlin vertreten. Im vorigen November war sie zur Königin gekürt worden.

Am Studium der Forstwissenschaften interessiere Hensel, wie sich die Beziehungen zwischen Wald und Gesellschaft entwickeln. Dabei legt sie einen Schwerpunkt auf die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Forstwirtschaft und Naturschutz. Sie habe bereits in Südamerikas, Sibirien und Finnland studiert und gearbeitet sowie Praktika in einer Forstverwaltung und in einem Bestattungswald absolviert. 2020 will Hensel ihren Bachelor mit dem Masterstudium anschließen.

Die Anwesenheit der königlichen Baumbotschafterin fügt sich in die neunte Auflage des Barsberger Waldfestes bestens ein. Schließlich dreht sich die Großveranstaltung um das Thema „Wald und Forstwirtschaft“. Die Organisatoren haben für die Besucher zahlreiche Angebote vorbereitet.

Eröffnet wird das Ereignis um 11 Uhr durch Forstamtsleiterin Katja Döge und Bürgermeister Detlef Neumann. Dem Duo zur Seite wird die Baumkönigin stehen, die an dem Tag im Seehäuser Forst eine Flatterulme pflanzen wird, kündigt die Stadt an.

Zum Auftakt spielen die „Eichenbläser“ aus Geestgottberg auf, im Laufe des Tages unterhält die Mildetaler Parforcehorn-Gruppe die Gäste mit Jagdmusik. Das Ensemble hat sich den zweiten Platz beim Bundeswettbewerb der Jagdhornbläser erspielt.

Auch ein Auftritt der Seehäuser Kindergartenkinder soll das Waldfestpublikum erfreuen. Das kann ab 12 Uhr Jagdhundeführern der Jägerschaft Osterburg dabei zusehen, was tierische Schützlinge im Jagdbetrieb leisten können und müssen.

Es gibt den ganzen Tag über diverse Waldbegehungen mit Revierförstern. Zwischen Jagdzentrum und Sängergrund werden eine Reihe von Info-Ständen über die Forst- und Jagdwirtschaft informieren. Geplant sind Demonstrationen moderner Holzernte- und Waldbautechnik, ein Baumrücken mit Kaltblütern sowie Kettensägearbeiten im Sängergrund. Es präsentieren sich Baumkletterer, die Wipfel erklimmen werden. Und Forstbetriebsgemeinschaften aus der Region informieren, wie Privatwald in der Altmark im Waldbesitzer-Zusammenschluss bewirtschaftet und gepflegt werden könne.

Um 13.30 Uhr beginnt das Kinderprogramm mit „Clown Celly“ auf der Waldbühne. Für die Jüngsten stehen Hüpfburg, Bastel- und Schminkstand sowie das Angebot „Waldwerkeln“ bereit. Eine Märchenoma liest Geschichten im Märchenpavillon an der Voliere vor. Am Stand des Jugendwaldheims können Kinder ihr Wissen testen und mit Holz basteln.

Nicht zuletzt Handwerker, wie ein Korbflechter, lassen sich vom Publikum über die Schulter schauen. Vertreten ist auch der Reiterhof Losse für geführte Ritte und Waldkutschfahrten. Eine Imkerei informiert und das Jagdzentrum ist den ganzen Tag geöffnet.  tje

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