Mitgliederversammlung: Positive Jahresbilanz der Feuerwehrförderer

Verein spendet für Flutopfer

Der Vorstand des Fördervereins der Seehäuser Feuerwehr hat sich zur Jahreshauptversammlung getroffen.
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Der Vorstand des Fördervereins der Seehäuser Feuerwehr um den Vorsitzenden Willi Hamann (stehend) zog Freitagabend eine positive Jahresbilanz.
  • VonFrank Schumann
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Am Freitagabend hatte der Vorstand des „Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Seehausen (Altmark)“ seine Mitglieder zur Jahresbilanz in das Gerätehaus der wischestädtischen Wehr eingeladen. Wie bereits im Vorjahr traf man sich Corona-bedingt „unter speziellen Bedingungen“. Aber im Gegensatz zu anderen Vereinen fiel bei den Blaurock-Förderern bislang noch keine Jahreshauptversammlung der Pandemie zum Opfer. Ansonsten haben die Einschränkungen das Vereinsleben doch recht stark gebremst. So fielen diverse Arbeitstreffen aus. Zudem mussten die Gestaltung eines neuen Flyers und nicht zuletzt der geplante Tagesausflug nach Hamburg verschoben werden, hieß es im Bericht für 2020.

Dennoch blickte der Vorstand angesichts „besonderer Umstände“ auf ein insgesamt „erfolgreiches“ Jahr zurück, wie Florian Danks resümierte: Immerhin haben die Förderer mit gut 3.500 Euro beispielsweise ihre Kinder- und Jugendwehr („unsere Säulen der Zukunft“), die Kameradschaftspflege sowie Mitglieder-Gewinnung unterstützen können. Des Weiteren wurde die Außenbereich-Umgestaltung der Sitzecke durch Finanzierung von Blutbuchen vorangebracht. Mitgliedsbeiträge, das vorjährige Weihnachtsbaum-Verbrennen, Raummiete und die Schrottcontainer-Aufstellung hätten dies unter anderem ermöglicht. Größtenteils stammte das verteilte Geld aber aus Spenden, weshalb der Vorstand nicht nur den „großzügigen“ Zuwendern (Feuerbestattung Perleberg, Kreissparkasse Stendal, Seehäuser Ver- und Entsorgungsdienst) dankte, sondern ausdrücklich auch allen Unterstützern: „Wir freuen uns über jede Hilfeleistung und über jeden Euro,“ so Danks.

Der vom Beisitzer gehaltene Jahresbericht war ein in Richtung Zukunft weisendes Signal, wie Chef-Förderer Willi Hamann anschließend den Mitgliedern erklärte. Für kommendes Jahr steht nämlich die Vorstands-Neuwahl an, bei der Hamann ebenso wie Kassenwartin Doris Peters nicht wieder kandidieren wollen. Dies hatten beide bereits bei ihrer Wahl vor zwei Jahren angekündigt. „Nicht, weil ich keine Lust mehr hätte, sondern weil es an der Zeit für den Generationswechsel ist“, sagte Hamann, der den Förderverein seit seiner Gründung vor 18 Jahren führt.

In seinem Grußwort dankte der Seehäuser Verbandsgemeinde-Bürgermeister Rüdiger Kloth dem Engagement des Fördervereins und seiner Mitglieder. Kommunalpolitik und Verwaltung seien sich der aktuellen und wachsenden Herausforderung für die hiesigen Wehren bewusst. Unter diesem Aspekt sei auch die Aufstockung der halben Gerätewart-Stelle von Enrico Schmidt ab 1. Oktober zur Vollzeit-Planstelle zu sehen. In die Zukunft der Feuerwehren und ihrer Einsatzfähigkeit geblickt, sprach Kloth zudem von „großen Nachwuchs-Sorgen – noch nicht in zwei, aber in zehn Jahren“.

Als Seehäuser Wehrleiter nutzte Enrico Schmidt am Freitag die Gelegenheit, um im würdigen Rahmen mehrere Beförderungen und Auszeichnungen vorzunehmen. Unter den Geehrten war auch Karlheinz Günther, der anlässlich seiner 70-jährigen Feuerwehr-Zugehörigkeit die Dienstzeit-Anstecknadel in der Stufe VII erhielt.

Vor dem Übergang zum geselligen Teil richtete Willi Hamann noch den Blick in die aktuellen deutschen Hochwasser-Krisengebiete und erinnerte an die schon selbst erfahrene Solidarität. In diesem Sinne regte der Fördervereinschef für eine Feuerwehr im Ahrtal eine 1000-Euro-Spende an. Unüberhörbar befürworteten alle anwesenden Mitglieder durch Tischklopfen diesen Vorschlag des Vereinsvorsitzenden.

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