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Fahrstuhl kommt frühestens 2025

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Von: Tobias Henke

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Bahnhof in Seehausen wird frühestens 2025 barrierefrei.
Der Bahnhof in Seehausen ist für Rollstuhlfahrer zurzeit nicht aus eigener Kraft zugänglich. Die Barrierefreiheit wird dort frühestens im Jahr 2025 während einer Vollsperrung hergestellt. © Westermann, Thomas

Rollstuhlfahrer haben zurzeit keine Möglichkeit, am Bahnhof in Seehausen auf die Bahnsteige zu gelangen. Sie müssen nach Geestgottberg ausweichen, dort ist der Einstieg in den Zug ebenerdig möglich. Frühestens im Jahr 2025 könnte sich dies ändern, wie Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (FW) am Donnerstag den Stadtrat informierte.


Seehausen - „2025 gibt es auf der Strecke zwischen Stendal und Wittenberge für mehrere Monate eine Vollsperrung.“ Laut Kloth können die Arbeiten nur unter Vollsperrung stattfinden. Die AZ hat beim Verbandsgemeindebürgermeister nachgefragt, warum ein Fahrstuhl nicht auch ohne Vollsperrung gebaut werden kann. „Die Bahn hat das nachvollziehbar erklärt, aber ganz genau kann ich das mit meinen eigenen Worten jetzt nicht wiedergeben. Dabei spielen verschiedene Dinge eine Rolle, wie etwa eine Beeinträchtigung der Bahnsignale, die durch die Arbeiten eintreten könnten.“

Kloth betont, dass es nicht sicher sei, dass die Arbeiten auch stattfinden, man könne nur hoffen, dass die Bahn diese in Angriff nehme. Der Bahnhof gehört einer Privatperson, somit ist die Hansestadt Seehausen und auch die Verbandsgemeinde bei dem möglichen Bau eines Fahrstuhls, bei dem es sich laut Kloth um ein Millionenprojekt handelt, komplett außen vor.

„Ich möchte die Bahn und Birgit Hartmann ausdrücklich einmal loben.“ Letztere ist seit vielen Jahren für die Gruppe „Barrierefreies Seehausen“ tätig und war außerdem eine Zeit lang Behindertenbeauftragte des Landkreises Stendal. Die Bahn habe beim Thema barrierefreier Bahnhof immer Gesprächsbereitschaft signalisiert. „Und wenn die Arbeiten nur unter Vollsperrung stattfinden können, dann ist 2025 halt der nächstmögliche Zeitpunkt. Stadträtin Susanne Bohlander (Grüne) hatte in der vergangenen Sitzung die Frage aufgeworfen, warum es „so lange dauere“, einen Fahrstuhl zu bauen, woraufhin Kloth erläuterte, dass die Arbeiten aufgrund der Umstände nur unter Vollsperrung vorgenommen werden können.

In der Vergangenheit waren mehrere Varianten diskutiert worden, um die Barrierefreiheit am Bahnhof herzustellen. Dies ging bis zu einer Verlegung des Haltepunktes (Der nun angedachte Fahrstuhl würde vom Tunnel auf dem Weg Gleisen, direkt auf den Bahnsteig des Bahnhofs führen.

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