Umweltaktivist Dr. Ernst Paul Dörfler spricht sich gegen den Flussausbau aus

„Der Elbe fehlt das Wasser“

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Seehausen. „Der Elbe fehlt kein Ausbau, sondern das Wasser“, meint Umweltaktivist Dr. Ernst Paul Dörfler, der sich auch mit dem Flussabschnitt im Bereich der Verbandsgemeinde Seehausen auseinandersetzt.

Hintergrund dieser Äußerung ist die dreitägige „Hafenhinterlandkonferenz“ in Halle, bei der die Kammerunion Elbe/Oder gegenüber Landtags- und Bundestagsabgeordneten den Ausbau der Elbe auf eine Mindesttiefe von 1,60 Meter fordert. Damit soll die ganzjährige Schiffbarkeit auf dem großen Strom gewährleistet werden. Die Elbe müsse deshalb in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden, fordert die Kammerunion.

Dr. Dörfler, der sich seit über 20 Jahren um den Schutz der Elbe kümmert, ist strikt dagegen, denn für eine funktionierende Binnenschifffahrt seien verlässliche Mindesttiefen Voraussetzung. Dafür benötige ein freifließender Fluss wie die Elbe eine Mindestwassermenge. Nach den vorliegenden amtlichen Daten liege diese Mindestwassermenge in der Elbe nicht mehr vor. Im Jahre 2014 hatte der Fluss an allen 365 Tagen Niedrigwasser. Der langjährige Mittelwasserstand wurde an keinem Tag erreicht. Die Folge: Der Güterverkehr auf der Elbe, der sich schon 2013 auf einem historischen Tiefststand von 0,8 Millionen Tonnen befand, brach 2014 um weitere 50 Prozent auf 0,4 Millionen Tonnen ein. [...]

Von Thomas Westermann

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