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A 14: Auf der Suche nach Vogelquartieren

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Von: Thomas Westermann

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Trafohäuschen in Krüden
Dieses ehemalige Trafohäuschen in Krüden wird das Unternehmen DEGES übernehmen. © Thomas Westermann

Krüden. Bäume an der künftigen Trasse der A 14 zwischen Seehausen und Wittenberge fallen derzeit in Größenordnungen. Baufreiheit muss für die Großinvestition geschaffen werden. Dadurch verlieren auch diverse Vogelarten ihre Nistquartiere. Das Unternehmen Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES), die für die A 14 verantwortlich ist, will Ersatz schaffen und startete einen Aufruf.

Die Firma sucht nach Ausweichmöglichkeiten und ist in einem Fall bei Aland-Bürgermeister Hans Hildebrandt fündig geworden, der ein altes Trafohäuschen in Krüden als Unterkunft für Schleiereulen und weitere Vogelarten zur Verfügung stellen möchte (AZ berichtete). Stefanie Liebsch, Geoökologin bei DEGES, stattete dem Gemeindeoberhaupt Anfang November und auch in dieser Woche einen Besuch ab, um sich vor Ort über das Trafohaus zu informieren, das die Umweltexpertin übrigens für geeignet hält, und vertragliche Regelungen auf den Weg zu bringen. Liebsch hätte es begrüßt, wenn die Kommune das Gebäude vom Energieunternehmen, das es nicht mehr benötigt, kostenlos übernehmen würde. Ein entsprechendes Angebot liege vor, bestätigte Hildebrandt im Gespräch mit der AZ. Doch der Aland-Rat lehnte das ab. „Die Gemeinde befindet sich in der Konsolidierung, da wäre das Trafohaus fehl am Platz. Immerhin müssten wir dann für die Unterhaltung aufkommen und das können und wollen wir nicht.“

DEGES-Frau Liebsch reagierte darauf schnell. Das Unternehmen werde das Gebäude übernehmen, sich um die Instandhaltung kümmern und die Kosten dafür zahlen. Die Gemeinde Aland werde dann keine finanziellen Belastungen haben.

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