Sanierungsarbeiten am ehemaligen Grenzturm gestartet

„Ein Kleinod für die Region“

Eingerüsteter Grenzturm
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Die Sanierungsarbeiten am Turm durch ein Groß Garzer Unternehmen sollen bis Ende Mai abgeschlossen sein.
  • Thomas Westermann
    vonThomas Westermann
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Endlich geht die Sicherung und Sanierung des ehemaligen DDR-Grenzturms bei Bömenzien los. Das Bauwerk vom Typ BT 9 ist eingerüstet, ein Unternehmen aus Groß Garz hat den Zuschlag für die Arbeiten bekommen.

Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (FW) machte sich im Beisein von Firmenchef Detlev Steinke und dessen Mitarbeiter Michael Rausch und Sebastian Schulz ein Bild vom Sanierungsstart. „Ich bin froh, dass es losgeht und auch froh darüber, dass eine Firma aus der Verbandsgemeinde Seehausen den Zuschlag erhalten hat, die hier auch Steuern zahlt“, sagte der Verwaltungschef. Die erste Ausschreibung für die Sanierung musste übrigens aufgehoben werden, da die Preise aufgrund sehr kurzer Ausführungsfrist sehr hoch waren. Die Maßnahme sollte ursprünglich bis 31. Dezember des vergangenen Jahres abgeschlossen sein. Gefördert wird die Maßnahme aus dem Programm Rele 2014-2020 mit Unterstützung von Leader. Rele steht dabei für regionale ländliche Entwicklung. Die geplanten Gesamtkosten waren rund 18 300 Euro, wovon circa 75 Prozent gefördert werden, das entspricht 13 800 Euro. Den Rest steuert die Verbandsgemeinde Seehausen bei. Mit einem zweiten Anlauf wurde die Verlängerung für den Bewilligungszeitraum beantragt. Es folgten die Genehmigung und die neue Ausschreibung. „Jetzt reichen die finanziellen Mittel“, so Kloth.

Zur Sanierungstätigkeit bis Ende Mai am Turm gehören das Aufbereiten und Verschließen von Fenstern, die Abdichtung des Daches und die Säuberung der Fassade von Graffiti-Schmierereien. Zudem wird das Außengelände von Unrat befreit, eine überdachte Sitzgruppe sowie eine Informationstafel aufgestellt. Der Grenzturm befindet sich direkt an einem Radweg, der am Grünen Band liegt. Allerdings wird der Turm, wie vor längerer Zeit angedacht, nicht begehbar sein. Und auch eine Außentreppe, die beim Grenzturm bei Lenzen in die Höhe führt, wird es nicht geben. Gründe dafür sind der Denkmalschutz und die enormen Kosten, die auf rund 40 000 Euro geschätzt werden und nicht finanzierbar sind.

Detlev Steinke hat schon in den zurückliegenden Jahren Sicherungsarbeiten am Turm vorgenommen. Nach Einbrüchen hat er beispielsweise die Türen verstärkt. Er ist froh darüber, dass der steinerne Zeuge der DDR-Zeit als einziger noch erhaltener Turm im Landkreis Stendal auf Vordermann gebracht wird und bezeichnet das Bauwerk als „ein Kleinod für die Region“.

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