Geestgottbergerin Regina Heinecke fühlt sich von Ämtern im Stich gelassen

Damwild macht den Garten platt

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Geestgottbergerin Regina Heinecke macht das Damwild zu schaffen, das ihren Garten kahl frisst.

Geestgottberg – Wildtiere setzen der Geestgottbergerin Regina Heinecke schwer zu. Sie hat ein Haus und ein recht großes Grundstück an der Schulstraße des Seehäuser Ortsteils und fühlt sich dort sehr wohl – wenn im Garten nicht immer wieder Damwild einfallen würde.

Zum Hintergrund: Der ehemalige Besitzer des unweit gelegenen Gutshauses auf dem Eickhof hatte auf seinem Areal Damwild gehalten.

Nach seinem Tod gab es einen Eigentümerwechsel. Der Käufer wohnt nicht vor Ort und kümmert sich nicht um die Tiere. Die Umzäunung wurde morsch und kaputt, die Vierbeiner büxten aus und laufen frei durch Geestgottberg.

Der ungeliebte Besuch auf dem Grundstück wurde mit einer Wildkamera festgehalten.

Im vergangenen Sommer zählte die Frau 25 Exemplare, die nicht nur auf ihrem Grundstück Schäden anrichten, sondern auch in der Nachbarschaft. Aufgrund der Größe des Grundstückes gestaltet sich eine komplette Umzäunung als schwierig. Dennoch wurden bereits etwa 130 Meter gesichert, was aber der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein ist.

Dennoch wurde die kostspielige Investition getätigt. Die Gemüseernte fiel 2018 komplett aus, aber nicht aufgrund des trockenen Sommers, sondern durch die gefräßigen Damtiere. Egal, ob Chili, Bohnen, Erdbeeren, Mangold oder Gurken – nichts war vor den Vierbeinern sicher. Derzeit macht sich das ungeliebte Wild an den Frühblühern und an den Sträuchern zu schaffen.

Von Kommunalpolitikern und Behörden fühlt sich Regina Heinecke im Stich gelassen. „Wir kümmern uns“, wurde sie immer wieder vertröstet, passiert sei allerdings nichts, sagt die Altmärkerin im AZ-Gespräch.

Weder Seehausens Bürgermeister, noch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Verbandsgemeinde und der Amtstierarzt des Landkreises Stendal haben gehandelt und sich der Sorgen der Altmärkerin angenommen. Die Tatenlosigkeit macht sie ärgerlich. Regina Heinecke erinnert sich an ein Gespräch mit Karlheinz Kallmeter, der jahrelang die Kommune Geestgottberg zu Zeiten der Eigenständigkeit als Bürgermeister führte. „Wir hätten das Problem früher ganz unbürokratisch gelöst“, ließ der einstige Ortschef verlauten.

VON THOMAS WESTERMANN

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