Sachsen-Anhalts Umweltministerin zu Besuch an der Wahrenberger Elbe

Dalbert will den Flüssen mehr Raum geben

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Sachsen-Anhalts Umweltministerin Claudia Dalbert hielt sich gestern Nachmittag in Wahrenberg auf und diskutierte mit ihrem Grünen-Parteifreund Norbert Krebber. 

tw Wahrenberg. Unter dem Motto „#NaTour17“ war Umweltministerin Claudia Dalbert in dieser Woche auf Sommertour durchs Land gefahren.

Dalbert: „Sachsen-Anhalt ist reich an ganz vielen Naturschätzen.Es ist unsere Aufgabe, sie zu schützen und den Artenreichtum zu erhalten. Viele Menschen im Land leisten dafür jeden Tag haupt- und ehrenamtlich ihren Beitrag. Mit Tatkraft und ganz viel persönlichem Engagement tragen sie dazu bei, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Einige von ihnen habe ich in den vergangenen Tagen besucht.“ 

Flüssen wie der Elbe soll mehr Raum durch Deichrückverlegungen gegeben werden. Ein derartiges Projekt befindet sich auch im Wahrenberger Bereich derzeit in Planung.

Eine der Besuchsstationen war am Freitagnachmittag das Storchendorf Wahrenberg, direkt an der Elbe gelegen. Und da kam die Landespolitikerin ganz schnell auf Sachsen-Anhalts Hochwasserkonzeption zu sprechen, die demnächst „finalisiert wird“. Dabei spielt die Deichrückverlegung für Dalbert eine besondere Rolle. Man müsse den Flüssen mehr Raum geben und Deiche rückverlegen, um dadurch mehr Flutungsflächen zu schaffen. Und sie spricht sich dafür aus, dass „der technische Hochwasserschutz Hand in Hand mit der Renaturierung gehen muss“. Als derzeit deutschlandweit größte Aktion nannte die Ministerin die Deichrückverlegung im Bereich Lödderitzer Forst im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes „Mittlere Elbe“. Zu Ohren gekommen, ist ihr auch die Planung zur Rückverlegung der Hochwasserschutzanlage im Wahrenberger Bereich. „Aber Konkretes kann ich darüber nicht sagen. “ Genauer weiß sie über den Lödderitzer Forst Bescheid. Dort werden aus 300 Hektar Überflutungsfläche 900 Hektar geschaffen. Die Auwälder haben sich dadurch auch auf 900 Hektar vergrößert.

Apropos Auwälder: Bei Dalberts Besuch in Wahrenberg spielten diese auch ein Thema. Konkret ging es um eine Auenwerkstatt. Dabei handelt es sich um ein Projekt mit der Bezeichnung „Lebendige Auen für die Elbe“, das seit 2012 im Rahmen des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird. Die Auenwerkstatt sei das zentrale Instrument für die Kommunikation mit der lokal ansässigen Bevölkerung im Umfeld des Projektgebietes, der Hohen Garbe. So soll ein Beitrag zum Wissenstransfer – unter anderem zwischen dem Projektträger, den Landnutzern beziehungsweise der lokalen Bevölkerung geleistet werden.

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