14 000 Euro: Stadtrat gibt kein grünes Licht für Giesenslagener Gerätehaus

„Container-Lösung“ stoppt dringend nötigen Baustart

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Der Schein trügt, denn die Mängel sind groß. 

Giesenslage. „Es ist schade“, bedauert Werbens Interims-Bürgermeister das Vertagen von dringenden Sanierungsarbeiten am Gerätehaus der Feuerwehr Giesenslage.

Diese Entscheidung hatte der Stadtrat der weltkleinsten Hansestadt diese Woche mehrheitlich getroffen, weil Teile der stärksten Fraktion UWG eine „Container-Lösung“ favorisierten, wie Wolfgang Trösken im Gespräch mit der AZ berichtet.

So werden die zuletzt geplanten und seit langer Zeit ersehnten Erneuerungsarbeiten zu laut Beschlussvorschlag kalkulierten Kosten von 14 000 Euro erstmal nicht in den Erhalt des maroden Objekts investiert. Das Geld sollte als sogenannte „außerplanmäßige Ausgabe“ zur Verfügung stehen, indem bei den zwei Haushaltsposten „Umstellung Straßenbeleuchtung“ 8600 Euro und „Erwerb Grundstücke“ 5400 Euro gekürzt werden sollten. „Die Sanierung des Gebäudes ist dringend erforderlich, um bestehende Mängel zu beseitigen“, lautet dazu die Empfehlung des Bauamtes der Verbandsgemeinde.

Das Feuerwehrgebäude im Werbener Ortsteil befindet sich im Eigentum der Hansestadt. Somit fallen Sanierungsarbeiten an eben diesem Gebäude auch in die finanzielle Zuständigkeit Werbens. Eine Container-Lösung, für die nicht zuletzt auch Werbens Stadtwehr-Leiter Michael Nix plädiert, aber würde finanziell zu Lasten der Verbandsgemeinde gehen.

Über den Sinn in das marode Gebäude zu investieren, gehen die Meinungen in der Kleinststadt im Norden auseinander. Kritiker der Investition beklagen, dass das Objekt bereits nässegeschädigt sei. Wieder andere sehen in diesem Umstand kein Kriterium, dass einer Sanierung entgegensteht – die jetzt endlich hätte beginnen können.

Von Antje Mahrhold

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