Kandidatur für November offen

Bürgermeister steht nicht im Ring: Neumann hadert mit Rat

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Detlef Neumann im Ratssaal. Oben das Wappen.

Seehausen – Ob Detlef Neumann (UWG) noch ein zweites Mal in den Ring steigt und Seehäuser Bürgermeister bleiben will, ist noch nicht entschieden. Fest steht bereits: Für den Verbandsgemeinderat kandidiert er nicht mehr.

Die Kommunalwahl am 26. Mai geht ohne ihn über die Bühne, hinter der Bürgermeisterwahl setzt er im Gespräch mit der AZ zumindest ein dickes Fragezeichen.

Das Stadtoberhaupt wird wie der Landrat am 10.  November dieses Jahres neu gewählt. Viel Zeit bleibt nicht mehr, in gut vier Monaten müssen Bewerber ihre Unterlagen eingereicht haben.

„Ich habe eine Legislatur im Rat miterlebt und aus Sicht des Seehäuser Bürgermeisters verlief dort doch einiges ziemlich ernüchternd“, macht Neumann aus seinem Herzen keine Mördergrube. Mindestens zwei Initiativen hätten aus seiner Sicht und über die Jahre betrachtet ein Stück weit anders laufen können. Doch: Weder das Waldbad noch die Stadtinformationen sind in die Trägerschaft der Verbandsgemeinde übergangen, die finanzielle Verantwortung liegt weiter bei Seehausen, dem größten Mitglied. Auch wenn Zuschüsse im Plan standen und selbst für die Stadt-Info kürzlich eine Vereinbarung gelungen sei, immerhin. Er sei kein schlechter Verlierer und erkenne demokratische Entscheidungen an, betont Neumann. „Doch verwundert darf man sein.“

Für die Mai-Wahl ist die Entscheidung getroffen, die Kandidatenlisten sind längst geschrieben. „Mein Nein zum Verbandsgemeinderat heißt nicht automatisch, dass ich auf die Bürgermeisterwahl im November verzichtet. Ich brauche noch Zeit und muss alles abwägen“, lässt sich der 56-Jährige eine Hintertür offen.  tz

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