Rüdiger Kloth über seine Arbeit als neuer Ratsvorsitzender

„Bürger mit ins Boot holen“

Rüdiger Kloth aus Aulosen ist neuer Vorsitzender des Verbandsgemeinderates Seehausen. Er möchte künftig mehr Bürgernähe praktizieren. Foto: Westermann

Seehausen. Führungswechsel an der Spitze des Verbandsgemeinderates Seehausen: Bei der konstituierenden Sitzung setzte sich der Aulosener Rüdiger Kloth jüngst in geheimer Wahl gegen den langjährigen Vorsitzenden Karsten Reinhardt aus Wendemark durch.

Für Kloth votierten 13 Ratsmitglieder, Reinhardt bekam sieben Stimmen – ein ganz deutliches Ergebnis.

Die Kommunalpolitik ist Rüdiger Kloth übrigens nicht fremd. Er lenkte und leitete etliche Jahre als Bürgermeister die damals eigenständige Gemeinde Aulosen und arbeitete auch im Kreistag. Seit 2010 ist er im Seehäuser Verbandsgemeinderat tätig. Schon damals reizte ihn die Aufgabe des Vorsitzenden, erzählt er im AZ-Gespräch. Doch wurde er als Kandidat nicht vorgeschlagen und selbst wollte sich der Aulosener nicht ins Rennen schicken. Nun hat es geklappt. „Mehrere Personen haben mich angesprochen und gebeten, als Vorsitzender zu kandidieren. Das tat ich auch und habe die Wahl gewonnen.“

Seine Aufgaben bestehen nun darin, die Sitzungen gemeinsam mit Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck und Vize-Vorsitzenden Reinhard Röhl vorzubereiten und die Versammlungen zu leiten. Dabei möchte er vertrauensvoll mit allen Gremiumsmitgliedern und der Verwaltung zusammenarbeiten. Nicht immer sei das so gewesen und nannte den Namen von Recks Vorgänger Reinhard Schwarz, der laut Kloth Informationen vorenthalten haben soll. Auch mit dem Leitungsstil von Karsten Reinhardt war der Aulosener nicht immer zufrieden. Er erinnert sich nur zu gern an die Kreistagssitzungen, „die sehr professionell geführt werden“. Kloth sieht sich auch als Ansprechpartner für die Abgeordneten und für die Bürger und wünscht sich, dass die Einwohner sich mehr für die Arbeit des Verbandsgemeinderates interessieren. „Wir müssen die Bürger mit ins Boot holen“, ist sich der 49-Jährige sicher und spricht sich für mehr Transparenz und Nähe aus. Letztere soll schon bald praktiziert werden. „Der Verbandsgemeinderat wird künftig nicht nur im Seehäuser Ratssaal zu Sitzungen zusammen kommen, sondern auch in anderen Orten tagen.“

Von Thomas Westermann

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