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Brückensperrung passé

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Kim und Claudio König aus Schöningen im Landkreis Helmstedt passierten gestern die Brücke und verhielten sich dabei vorbildlich. Beide stiegen vom Drahtesel ab. Foto: Westermann

Seehausen. Brücken sollen eigentlich verbinden, bei dem Bauwerk zwischen der Prignitzstadt Wittenberge und dem Seehäuser Ortsteil Losenrade ist das jedoch anders. Die Deutsche Bahn möchte die Strecke ab dem 1. August für Radler sperren.

Die Ankündigung löste einen Proteststurm aus. Sowohl Seehausens Stadtoberhaupt Ewald Duffe als auch sein Wittenberger Amtskollege Dr. Oliver Hermann wollten dies nicht einfach so hinnehmen. So sei der Radweg laut Duffe sehr wichtig für die weitere touristische Entwicklung der Region. Der Bürgermeister nennt den Elberadweg, der nicht nur auf der Brandenburger Seite verlaufe, sondern auch durch Sachsen-Anhalt führe. Schon allein deshalb dürfe der Radweg für die Drahteselfreunde nicht gesperrt werden. Hinzu komme die Tatsache, dass auch nicht gerade wenige Altmärker aus den Seehäuser Ortsteilen diese kurze Verbindung in die Elbestadt Wittenberge nutzen.

Um die drohende Sperrung zu verhindern, gab es vorgestern einen Gesprächstermin mit Bahn-Vertretern in Schwerin. Daran waren neben Seehausens Bürgermeister Ewald Duffe und Simone Tandeck vom Landkreis Stendal auch Vertreter der Stadt Wittenberge und des Landkreises Prignitz beteiligt. Altmärker und Prignitzer sind nicht unzufrieden aus der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns zurückgekehrt, wie Duffe sich gegenüber der AZ äußerte.

Die drohende Schließung für immer scheint vom Tisch zu sein. Fakt ist, dass die Brücke vom 1. August bis etwa zum 15. August für Radler gesperrt ist. Grund dafür ist das teilweise Auswechseln der Holzbohlen. Danach soll das Bauwerk wieder für Radler nutzbar sein. Allerdings für eine Dauerhaftigkeit machen sich noch Verhandlungen und vertragliche Vereinbarungen erforderlich. Die Federführung habe dabei Simone Tandeck vom Landkreis Stendal, führte Bürgermeister Ewald Duffe weiter aus. Er sei guter Dinge, dass eine vertragliche Regelung bis zum Ende dieses Jahres vorliegen könnte. Zudem machte Seehausens Stadtoberhaupt auf ein Problem bei der Benutzung der Strecke aufmerksam. Obwohl per Verkehrszeichen die Radler aufgefordert werden, vor dem Bohlenweg abzusteigen, halten sich die wenigsten daran.

Von Thomas Westermann

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