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Seehäuser Bahnhofsgebäude einsturzgefährdet: Der Brandursache auf der Spur

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Von: Thomas Westermann

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Bahnhofsgebäude in Seehausen
Das Seehäuser Bahnhofsgebäude ist nach dem Feuer in Teilen einsturzgefährdet. © Westermann

Aus bislang unbekannter Ursache kam es in den Morgenstunden des Pfingstsonntages in Seehausen an der Bahnhofstraße zu einem Brandausbruch am alten Bahnhofsgebäude (AZ berichtete). Das Feuer griff auf Gebäudeteile und den Dachstuhl über. Der vorläufige Sachschaden werde auf circa 100 000 Euro geschätzt, informierte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Personen kamen nicht zu schaden.

Seehausen - Ein Spaziergänger entdeckte Rauch und Flammen, die aus dem Dach des alten Bahnhofsgebäudes aufstiegen und alarmierte die Feuerwehr.

Die eingesetzten Kräfte der umliegenden freiwilligen Feuerwehren konnten den Brand im Laufe des Vormittages vollständig löschen. Das Gebäude wurde vom Brand stark beschädigt und ist in Teilen einsturzgefährdet. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen und dauern an. Ein Ergebnis steht noch aus. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei Zeugen, die verdächtige Personen am Bahnhofgebäude in der Tatzeit von 7.30 Uhr bis 8.25 Uhr gesehen haben, sich im Polizeirevier Stendal unter der Rufnummer (03931) 68 52 91 oder in jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) äußerte auf AZ-Anfrage, dass er sehr froh sei, dass bei dem Feuer keine Menschen zu Schaden gekommen seien. Das Gebäude ist von Umweltaktivisten bewohnt worden, die Teile des Losser Forstes besetzt halten, um damit gegen den Weiterbau der A 14 zu protestieren. Doch für den Kommunalpolitiker sei das Haus ein Schandfleck in der Hansestadt Seehausen und kein Aushängeschild. Der Besitzer habe in all den Jahren nichts an der Immobilie gemacht und das Haus sei auch nicht zu Wohnzwecken gedacht. Strom- und Wasseranschlüsse gebe es dort nicht. Brandstiftung auf das Haus und damit auf die Autobahngegner hält Kloth persönlich für unwahrscheinlich. „Dann hätten sie auf den Angriff in den sozialen Medien schon aufmerksam gemacht. Bisher gibt es keinerlei Reaktionen.“

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