Museumsverein stellt großes Programm für Besucher auf die Beine

Tatütata, viel Blaulicht ist da

Löschübung in Beuster
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Ein Höhepunkt für die Besucher bei den diesjährigen Blaulichttagen in Beuster war die Einsatzvorführung mit Großtanklöschfahrzeugen.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Beuster.  Die Mühen haben sich gelohnt: Die Blaulichttage im Beusteraner Blaulichtmuseum, die am Sonntag ihren Abschluss fanden, waren ein voller Erfolg. Museums-chef Ralf von Hagen und seine Mitstreiter vom Museumsverein sind sehr zufrieden.

„Der Festplatz ist voll, und auf dem Hof mussten die Fahrzeuge zusammengepresst werden, um alle unterzubringen“, meint von Hagen angesichts der vielen Technik. Und: „Wir haben viele große Programmpunkte gehabt. Dazu gehören die Modenschau ‘Damals war es so’ mit Trends aus DDR-Zeiten, die Einsatzvorführung mit Großtanklöschfahrzeugen, die Mitmachaktion, bei der der beste Uralfahrer gesucht wurde, und die Blaulichtwette mit der Frage ‘Kann ein W 50 auf Biergläsern stehen, ohne dass diese kaputt gehen?’“. Die Antwort lautet ja. Richtig damit lag unter anderem Wolfgang Vinzelberg aus der Osterburger Ortschaft Schmersau, der den Hauptpreis abstaubte. Er gewann einen Gutschein, der einen Tagesaufenthalt für zwei Personen im Loft-Spa der Alten Ölmühle in Wittenberge ermöglicht.

Die Modenschau, organisiert und charmant moderiert von Marie Holst, weckte bei vielen Erinnerungen. Etliche Kleidungsstücke wurden von den Frauen in der DDR selbst geschneidert, beispielsweise aus Gardinenstoff oder Kopfkissenbezügen. Die gezeigte Mode stammt von Privatpersonen und aus der DRK-Kleiderkammer in Seehausen. Einrichtungsleiterin Marlies Duffe stellte diese dankenswerterweise zur Verfügung.

Weitere Angebote für die vielen Besucher waren beispielsweise Mitfahrgelegenheiten, die bereits erwähnte Suche nach dem besten Ural-Fahrer und Rundfahrten auf der Feldbahn. Bei verschiedenen Floh- und Teilemärkten wurden Gegenstände aus dem real existierenden Sozialismus angeboten – von NVA-Bekleidungsstücken bis zur Pittiplatsch-Schallplatte. Vorführungen gab es zudem in der alten Schmiede.

Übrigens umfasst der Fuhrpark des Blaulichtmuseums mittlerweile rund 250 Fahrzeuge. Etwa 80 davon stehen auf dem Blaulichtmuseumsgelände, das einst die Reparaturstation der LPG Pflanzenproduktion war. Die andere Technik ist aus Platzgründen in den umliegenden Orten verteilt. Die etwa ein Hektar große Fläche des Areals sei eben zu klein. Angesichts der großen Anzahl gibt es auch sehr viele Schlüssel für die historischen Feuerwehr-, Polizei- und Rettungsfahrzeuge. Ralf von Hagen weiß, dass diese ein Gesamtgewicht von 7,5 Kilogramm haben.

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