Mit attraktiven Angeboten eröffnet

Museumstage in Beuster: Viel Blaulicht soll Besucher locken

Vier Blaulichtfreunde stoßen auf die Blaulichttage an.
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Ralf von Hagen (l.) und einige seiner Mitstreiter stoßen schon mal auf die Wette und auf erfolgreiche Blaulichttage an.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Beuster. Der offizielle Startschuss für die diesjährigen Blaulichttage im Beusteraner Blaulichtmuseum am Burggraben fiel Mittwochvormittag. Vereinsvorsitzender Ralf von Hagen und seine 34 Mitstreiter haben bis einschließlich Sonntag ein attraktives Programm für Technikfreunde auf die Beine gestellt.

In erster Linie freut sich der Chef, dass der Verein sechs neue und vor allem junge Mitglieder gewinnen konnte. „Dadurch haben wir eine schlagkräftige Truppe, zumal es immer schwieriger wird, junge Leute für die Arbeit in einem Verein zu begeistern. Schön, dass dies uns gelungen ist.“

Es gibt zudem Teilnehmer, die von Anfang an bei den Blaulichtfesten dabei sind, die vor etwa 20 Jahren aus der Taufe gehoben sind. Einer davon ist Hans Beck aus Wittenberge, der immer seinen Lanz-Bulldog, Baujahr 1940, präsentiert. In den vergangenen zehn Jahren machte der Prignitzer eine Generalreparatur an dem alten Fahrzeug. Rad- und Kurbelwellen, Kolben und viele Dinge mehr erneuerte der 70-Jährige. Auch Osterburger Herbert Schwarz ist in Uniform eines DDR-Abschnittsbevollmächtigten (ABV) immer vor Ort. In diesem Jahr bereichert der Altmärker den Floh- und Teilemarkt mit diversen Produkten aus dem real existierenden Sozialismus.

Die Höhepunkte der Blaulichttage gibt es am Sonnabend und Sonntag. Ab 10 Uhr am Samstag können Besucher an der großen Blaulichtwette „Kann ein W 50 auf Biergläsern stehen, ohne dass sie zerbrechen?“ Die Vorführung ist ab 16.30 Uhr mit abschließender Auslosung der Gewinner. Zuvor werden bei einer Mitmachaktion für Besucher der beste Ural-Fahrer gesucht und es ist eine nostalgische Modenschau unter dem Motto „Damals war es so“ im Programm. Außerdem ist eine Einsatzvorführung mit sechs Großtanklöschfahrzeugen vom Typ Tatra vorgesehen. Abends ab 19.30 Uhr ist erstmalig Blaulichttanz auf dem Festplatz angesagt. Der Sonntag startet um 12 Uhr mit der Vorführung einer Höhenrettung mit einem DDR-Sprungpolster. Danach schließen sich die Mitmachaktion im Ural, eine Einsatzvorführung „Verkehrsunfall auf dem Dorf“ und die Modenschau an. Besucher können die Blaulichttage bis zum Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr nutzen.

Wer möchte, kann einen Sil selber fahren. Zwei dieser Kraftpakete vom Typ 135 aus sowjetischer Produktion sind zu sehen. Dabei handelt es sich um Startrampenfahrzeuge, die mit einer Luna-M-Rakete bestückt sind. Besucher können zudem Rundfahrten mit der Feldbahn unternehmen und dem Schmied bei der Ausübung seines alten Handwerks zuschauen. Als sehenswert findet Ralf von Hagen auch die Sonderausstellung von Geräten und Mitteln für kernstrahlungs- und chemischer Aufklärung.

Für das leibliche Wohl ist mit verschiedenen Speisen gesorgt. Aus der Gulaschkanone gibt es entweder Erbseneintopf oder Nudeln mit Tomatensoße. Zudem kann frisches Brot aus dem Buschbackofen käuflich erworben werden. Und Leckermäulchen können das DDR-Eiskombinat aufsuchen.

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