Neunter Bauabschnitt in Angriff genommen

Beusteraner Gotteshaus: An St. Nikolaus wird gewerkelt

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An St. Nikolaus wird wieder gearbeitet.

Beuster – Seit einigen Tagen erhebt sich auf der Nordseite des Kirchenschiffes des aus dem späten 12. Jahrhundert stammenden Backsteinbaus St. Nikolaus in Beuster ein schlanker Baukran.

Mit ihm können Lasten bis zu einer Höhe von 35 Metern gehoben werden.

Vor Kurzem war das Baugerät noch bei Restaurierungsarbeiten an der Kirche Wahrenberg im Einsatz. Nun ist seine Hilfe bei der Realisierung der Arbeiten des neunten Abschnittes gefragt.

Im Schatten der großen Bäume trafen sich am Mittwochnachmittag Experten der an der Restaurierung beteiligten Firmen und Institutionen. Namens des Bauherren, vertreten durch den Vorsitzenden des Kirchengemeindeverbands Beuster- Aland, Detlef Schmidt, begrüßte Dr. Volker Stephan als Vorsitzender des Fördervereins der Kirche die Anwesenden.

Peter Wieck (v.l.), Detlef Schmidt, Verena Schlüsselburg, Dr. Volker Stephan und Hermann Dahlweg stimmen sich über die nächsten Sanierungsschritte ab.

Zur Finanzierung wurde der Antrag 2018 gestellt und bereits im November bewilligt. Alle daraufhin eingeholten Angebote lagen über der geplanten Bewilligung, erklärte Architekt Peter Wieck vom zuständigen Ingenieurbüro. Aufgrund dessen musste eine Nachbewilligung beantragt werden, die aber noch nicht bestätigt ist. 87 000 Euro wurden von der Lokalen Aktionsgruppe Leader „Mittlere Altmark“ (LAG) bewilligt. Das entspricht einer 90-prozentigen Förderung, erklärt LAG-Verantwortliche Verena Schlüsselburg.

Die Förderung fiel so hoch aus, weil sich das Bauwerk an der Straße der Romanik befindet und zugleich eine Hochburg der künstlerisch-kulturellen Gestaltung der Region darstelle. Hermann Dahlweg, Ingenieur für Hoch –und Tiefbau aus Pollitz, betonte, dass die geplanten Arbeiten am nördlichen Schiff ausgeführt werden. Die dazu nötigen Holzkonstruktionen wie Dachstuhl und Deckenbalken liegen schon vorbereitet in der Firma.

Die Malerarbeiten sind noch nicht vergeben. Wer glaubt, dass mit dem nördlichen Kirchenschiff die Restaurierungen beendet sind, der täuscht sich. Der zehnte Bauabschnitt ist schon geplant. Er bezieht sich auf die Gestaltung des Fußbodens.

VON WALTER SCHAFFER

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