Politiker sieht CDU-Kandidatur für den Bundestag eher sportlich

Bernd Prange: „Und auch Bürgermeister bleibe ich“

Der Heiligenfelder Bernd Prange ist ein dynamischer Fuhrunternehmer. Im Falle seiner Wahl in den Bundestag möchte er dort genauso dynamisch arbeiten.
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Der Heiligenfelder Bernd Prange ist ein dynamischer Fuhrunternehmer. Im Falle seiner Wahl in den Bundestag möchte er dort genauso dynamisch arbeiten.

Heiligenfelde – Bernd Prange ist trotz seines mittleren Alters ein kommunalpolitisches Urgestein. Die regionale Politik will er weiter mitgestalten, jedoch möchte der Heiligenfelder darüber hinaus bei der nächsten Wahl im September 2021 in den Deutschen Bundestag einziehen.

Vom CDU-Ortsverband Verbandsgemeinde Seehausen ist er in dieser Woche nominiert worden (AZ berichtete).

„Mich haben CDU-Gefährten angesprochen, für den Bundestag zu kandidieren“, sagte der Fuhrunternehmer, der seit 1992 Mitglied der Partei ist, im Gespräch mit der AZ. Doch der 53-Jährige weiß, dass auf dem Weg nach Berlin noch einige Hürden genommen werden müssen. „Bisher gibt es mit Eckhard Gnodtke, Uwe Harms und mir drei Bewerber um ein Mandat für den Bundestag. Wer letztlich das Rennen macht, wird am 9. Oktober entschieden. Bis dahin können noch fünf bis sechs Kandidaten hinzukommen“, meint der Ost-Altmärker. „Ich haben jedenfalls meinen Hut in den Ring geworfen.“

Prange sieht dies sportlich und weiß von Niederlagen. So wollte er einst in den sachsen-anhaltinischen Landtag. Bei der Nominierung damals in der Seehäuser Wischelandhalle verlor er knapp gegen Nico Schulz. Auch Bürgermeister der Verbandsgemeinde Seehausen wollte Prange mal werden. Das Rennen machte jedoch seinerzeit Robert Reck. „Wenn ích in den Bundestag gewählt werden sollte, wäre es schön, wenn nicht, dann geht die Welt auch nicht unter“, äußert der Christdemokrat gelassen.

Im Falle des Einzugs in den Bundestag möchte der Unternehmer gern im Verkehrsausschuss arbeiten. Nicht ohne Grund, denn viele Dinge „sind in den Landkreisen Stendal und Salzwedel angeschoben worden, aber nicht zu Ende gebracht“. Als Beispiele nannte der Altmärker die Anbindung eines Radweges von der B 189 bei Seehausen an den Elberadweg und eine befestigte Strecke für Pedalritter an der B 190 zwischen Leppin und Seehausen für eine bessere touristische Erschließung. „Ich bin zwar kein Grüner, aber Naherholung für die Menschen ist hier schon wichtig.“

Wenn die Wahl gelingen sollte, will der altmärkische Unternehmer seinen Betrieb weiterführen. Ebenso machte er unmissverständlich deutlich, dass er weiter im Stendaler Kreistag und im Verbandsgemeinderat Seehausen arbeiten werde. „Und auch Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe bleibe ich. Die Arbeit in den Ausschüssen werde ich jedoch herunterfahren müssen“, kündigt Prange an. VON THOMAS WESTERMANN

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