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Bau für neue A-14-Elbebrücke auf altmärkischer Seite startet

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Von: Thomas Westermann

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A-14-Brückenbau über die Elbe
Auf altmärkischer Seite haben die Bauarbeiten für die Autobahn-14-Elbebrücke jüngst begonnen. © Westermann

„Für die Region ist es ein guter Tag, jetzt geht es richtig los“, freut sich Gesamtprojektleiter Holger Behrmann und meint damit den Startschuss für den A-14-Brückenbau über die Elbe im Norden der Verbandsgemeinde Seehausen.

Seehausen - Ebenso sehen es Kathrin Fiedler, zuständig für die Brückenfertigung, und Björn Jeworowski, Baubevollmächtigter bei der DEGES. Letztgenannte fünf Buchstaben stehen für Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, die für sich den Autobahn- und Brückenbau verantwortlich zeichnet.

Nach der Pfahlprobenbelastung, die Anfang dieses Monats begann, brachten die Arbeiter drei Bohrpfähle in den Baugrund. Als nächstes werden diese Pfähle belastet und die Ergebnisse gemessen. Die Probebelastung dient der Bestätigung der Tragfähigkeit des Untergrunds. Dadurch lassen sich Schlussfolgerungen für die bauliche Umsetzung ziehen. Schließlich soll die Brücke lange halten und sicher sein. Bis Juli erfolgt die Errichtung eines Längsverbaues zwischen der B 189 und dem Bereich des zukünftigen Taktkellers für die Montage der Strombrücke nördlich der Elbe. Die Brücke wird in vier Teilen bis Ende 2022 hergestellt und später dann im Wittenberger Bereich vor Ort montiert. Im Sommer dieses Jahres beginnt die Einrichtung der Fundamente und Pfeiler der Strombrücke – ausgehend von der Nordseite der Elbe. Die Arbeiten sollen nach derzeitigem Planungsstand im Spätsommer 2023 abgeschlossen sein. Dieses Jahr im Herbst starten zudem die Arbeiten zur Herstellung des Stahlüberbaues der Strombrücke. Ebenfalls ab Herbst werden die Fundamente und Pfeiler der Vorlandbrücke auf der Südseite der Elbe, also auf altmärkischem Gebiet, errichtet. Übrigens wird auf dieser Baustelle von Sonnenaufgang bis -untergang gearbeitet. Es herrsche ein Nachtbauverbot, informiert Jeworowski.

Im nächsten Jahr beginnen die Arbeiten an der neuen Autobahn im Bereich der Anschlussstellen Seehausen-Nord/Landesstraße 2 und südlich der Elbebrücke. Mit der neuen A 14 wird dann ein Teil der vorhandenen B 189 zwischen L 2 bis nördlich der Ortslage Geestgottberg überbaut. Ziel ist es, dass der Verkehr auf der B 189 über die gesamte Bauzeit nicht unterbrochen wird. Deshalb soll neben der noch vorhandenen B 189 die östliche Richtungsfahrbahn der A 14 entstehen. Nach Fertigstellung wird der Verkehr von der B 189 auf diese Fahrbahn verlegt. Dann wird die westliche Fahrbahn der Autobahn errichtet. Mithilfe des wechselseitigen Vorgehens können der Neubau der A 14 und die Verlegung der B 189 ohne Verkehrseinschränkungen umgesetzt werden.

Die Fertigstellung der gesamten Strecke ist für das Jahr 2025 geplant. Neben der 1100 Meter langen Elbebrücke entstehen zwischen Seehausen und Wittenberge weitere Brücken im Streckenverlauf, drei Irritationsschutzwände, eine Stützmauer und fünf Lärmschutzwände. Die Kosten für den 10,8 Kilometer langen Abschnitt belaufen sich auf 305 Millionen Euro, getragen vom Bund.

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