Noch lange kein Aufzug oder eine andere Lösung für Seehäuser Bahnhof in Sicht

Barrierefreiheit erst nach 2020

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Die Barrierefreiheit am Seehäuser Bahnhof wird wohl erst nach 2020 umgesetzt werden können.

Seehausen. Eine Arbeitsgruppe macht sich seit Jahren für mehr Barrierefreiheit in Seehausen stark. Einer, der dafür mächtig kämpft, ist Stadtratsmitglied Willi Hamann.

Und ganz besonders liegt ihm der wischestädtische Bahnhof am Herzen, der alles andere als barrierefrei ist.

Der Seehäuser wünscht sich einen Aufzug und wandte sich diesbezüglich an Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne. Einen Aufzug am Bahnhof möchte auch gern Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth haben (die AZ berichtete). Doch davon scheint man derzeit noch weit entfernt zu sein.

Hamanns Schreiben leitete die Ministerin an Ivonne Kardinal von der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) GmbH weiter und die antwortete dem Kommunalpolitiker nun. Aus Sicht des Landes Sachsen-Anhalt bestehe an der Station Seehausen Handlungsbedarf bezüglich der Herstellung von Barrierefreiheit, heißt es in dem Papier. Dazu gebe es bereits Gespräche mit der Deutschen Bahn als Betreiber der Verkehrsstation. Allerdings seien die räumlichen Verhältnisse der Station selbst und des Umfeldes so komplex, dass zunächst eine konzeptionelle Lösung gefunden und mit der Kommune abgestimmt werden müsse. Eine Lösung für Barrierefreiheit in Seehausen wäre auch die gegenwärtige Variante am Bahnhof im wischestädtischen Ortsteil Geestgottberg. Doch dies ist laut Kardinal in unmittelbarer Bahnsteignähe der Hansestadt nicht zu realisieren. Dazu wäre eine Verlegung der Bahnsteige in Richtung Bahnübergang Arendseer Straße nötig. „In jedem Fall würde die umzusetzende Lösung einen mehrjährigen Planungsvorlauf benötigen. Die bereitstehenden Mittel sind zudem durch die laufenden Großvorhaben ausgeschöpft, sodass eine Umsetzung erst nach 2020 infrage käme“, so die NASA-Mitarbeiterin. Eine Antwort aus Magdeburg, die sowohl Willi Hamann als auch Rüdiger Kloth nicht befriedigen dürfte.

Von Thomas Westermann

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