Totholz wird aufgrund der Verkehrssicherungspflicht ab 11. Oktober beseitigt

Viele Bäume fallen im Schillerhain

Drei Männer im Seehäuser Schillerhain
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Stefan Kaiser (v.r.), Detlef Neumann und Ralf Näbsch informierten sich über das Baumsterben.
  • Thomas Westermann
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Seehausen. Der etwa elf Hektar große Seehäuser Schillerhain wurde im Jahr 1859 eröffnet und anlässlich des 100. Geburtstages von Friedrich Schiller nach ihm benannt. Doch mittlerweile geht es dem Park nicht gut. Totholz gibt es dort in Größenordnungen. Die Hansestadt muss handeln und hat sich dafür das Forstamt Nordöstliche Altmark mit ins Boot geholt.

Tote Blätter und abgestorbene Borke prägen das Bild. Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht werden 90 Bäume gefällt. Darunter befinden sich Eichen, Lärchen, Robinien, Fichten und einige Linden. Die Arbeiten beginnen am 11. Oktober und sollen nach einer Woche abgeschlossen sein, wissen Bürgermeister Detlef Neumann und Revierförster Stefan Kaiser. Verantwortlich zeichnet dafür eine Fachfirma aus Prezelle im Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg, die mit modernster und spezieller Technik anrückt. Da der Schillerhain gern von Besuchern zum Spazieren genutzt werde, sei das Risiko groß, von einem herunter stürzenden Ast getroffen zu werden, meint das Stadtoberhaupt. Die Maßnahme diene der Sicherheit. „Nach der Maßnahme wird der Park anders aussehen, das Bild wird sich ändern“, äußert Revierleiter Kaiser. „Der Stadtpark wird wüst aussehen, er erholt sich aber nach etwa einem Jahr. Es ist so ähnlich wie nach den Sturmschäden.“ Das Umweltamt sei mit einbezogen. Danach gebe es Ersatzpflanzungen, die eins zu eins umgesetzt werden. Die Vermarktung des Holzes erfolge über die Forstbetriebsgemeinschaft Priemern, in der die Stadt Seehausen Mitglied sei. Große Gewinne für die Stadtkasse erwartet Bürgermeister Neumann nicht. „Wir werden aus der Sache plus-minus-null herausgehen“, vermutet er. Die Fachfirma müsse ja auch bezahlt werden.

Die Stadtarbeiter unter Federführung von Ralf Näbsch übernehmen die Sicherung des Parks während der Arbeiten. Das Gelände wird abschnittsweise gesperrt. Dabei werden auch Parkflächen vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde gesperrt. Zeitweise kann es auch zur Sperrung der angrenzenden Lindenstraße kommen. Kaiser erwähnt zudem, dass die Nistkästen an den Bäumen für Spechte und Fledermäuse entfernt und nach Abschluss der Tätigkeit wieder angebracht werden.

Für das große Baumsterben im wischestädtischen Schillerhain macht der Revierleiter die Trockenheit in den vergangenen Jahren verantwortlich. Und Bürgermeister Neumann fügt hinzu: „Die Grundwasserabsenkungen während der Baumaßnahmen in der Lindenstraße können ebenfalls dazu beigetragen haben.“

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