Verbandsgemeinde Seehausen verteilt ab dieses Jahr Willkommensgeschenke für Neugeborene

Ein Autsch-Kissen zur Begrüßung

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Die Verbandsgemeinde Seehausen will sich als kinder- und familienfreundliche Region präsentieren, damit sich der Nachwuchs sich so richtig wohlfühlt. Ab dieses Jahr gibt es auch Willkommensgeschenke für Neugeborene.

Seehausen. Die Verbandsgemeinde Seehausen will sich als kinder- und familienfreundliche Region präsentieren und erarbeitet diesbezüglich ein Konzept. Ein erster Schritt ist die Begrüßung von Neugeborenen mit einem Willkommensgeschenk.

Rund 80 Geburten gebe es pro Jahr in der Verbandsgemeinde Seehausen, sagt Bürgermeister Rüdiger Kloth gegenüber der AZ. Als Idee für ein Geschenk hatte er schon im Sommer des vergangenen Jahres ein sogenanntes Schnuffel- oder Schmusetuch ins Auge gefasst.

Doch die Kommunalpolitiker in den verschiedenen Gremien wollten nicht so richtig mitziehen, weil sie vermuten, dass derartige Tücher schon im Familienkreis geschenkt werden. Verbandsgemeinderatsmitglied und Wische-Bürgermeister Karsten Reinhardt brachte Patchworkdecken ins Spiel, die von Ehrenamtlichen in Handarbeit hergestellt werden. So gebe es beispielsweise ältere Strickfrauen im Seehäuser DRK-Mehrgenerationenhaus. Doch die wollen nicht so recht ran. Wie die Sozialausschussvorsitzende der Verbandsgemeinde, Claudia Brünicke, auf der jüngsten Zusammenkunft des Gremiums sagte, stellte sie nach verschiedenen Gesprächen fest, dass ältere Menschen von der Stadt enttäuscht seien, weil ihre Wünsche nicht erfüllt werden. So wurde beispielsweise der schlechte Zustand von Gehwegen genannt. Also sind die Patchworkdecken im wahrsten Sinne des Wortes vom Tisch.

„Was wollen wir machen?“, fragte Brünicke in die Runde. Vorschläge waren unter anderem Lätzchen, Wärmflasche und Sparschwein. Die Wahl fiel schließlich auf ein sogenanntes Autsch-Kissen mit Kalt- und Warmkompresse und dem Aufruck „Hier fühl ich mich wohl“. Für die Käufe sind 1500 Euro im diesjährigen Haushalt der Verbandsgemeinde Seehausen eingestellt. Bei etwa 80 Geburten stehen pro Kind zehn bis 15 Euro zur Verfügung. Hinzu kommen eine Willkommensbroschüre, die auf die Verbandsgemeinde zugeschnitten ist und einen Überblick über Einrichtungen gibt, die für Eltern und Kinder wichtig sind, und ein Schreiben vom Bürgermeister.

Von Thomas Westermann

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