Mehr Lärmschutz

Autobahn 14: Verbandsgemeinderat Seehausen beendet Klageverfahren

+
An diesen Grundstücken bei Geestgottberg gibt es im Zuge des A-14-Baues mehr Lärmschutz.

Seehausen – Der Verbandsgemeinderat Seehausen stimmte auf seiner Sitzung am Dienstagabend hinter verschlossenen Türen dem Abschluss einer Vereinbarung mit dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr zu.

Damit steht der Beendigung des Klageverfahrens der Verbandsgemeinde Seehausen gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der A 14 nichts mehr im Wege.

Vorausgegangen waren intensive und konstruktive Gespräche mit den Entscheidungsträgern auf Landesebene, um gemeinsam nach Möglichkeiten zur Abwendung der Klage zu suchen. In folgenden wichtigen Punkten konnte Einvernehmen erzielt werden: So soll es- zusätzlichen Lärmschutz für Wohngrundstücke nördlich der Ortslage Geestgottberg geben, informiert Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (CDU). Hinzu komme die Planung und Realisierung straßenbegleitender Radwege auf zwei Teilstücken an der L 2. Die Prüfung der Aufnahme eines straßenbegleitenden Radweges entlang der künftigen L 38 in die Verkehrswegeplanung stehe ebenfalls in der Vereinbarung zwischen Ministerium und Verbandsgemeinde.

Außerdem soll die Dimensionierung der geplanten ländlichen Wege mit dem Ziel der Anpassung an die heutigen landwirtschaftlichen Maschinen geprüft werden. Laut Kloth soll es auch eine öffentliche Informationsveranstaltung für die Einwohnerinnen und Einwohner geben.

Die Ratsmitglieder sehen das Ergebnis der Verhandlungen als Erfolg an, da nicht nur bei der Infrastruktur, sondern auch beim aktiven Lärmschutz Verbesserungen für die Bürger erzielt werden konnten. Auch der Verbandsgemeindebürgermeister freut sich darüber, dass schnell eine einvernehmliche Lösung gefunden werden konnte.

Derzeit ist im Streit um das Bauvorhaben noch eine Klage der Hansestadt Seehausen offen. Heute Abend tagt der Stadtrat, die Klage ist aber kein Thema. „Wir machen dazu noch eine zusätzliche Stadtratssitzung in nächster Zeit“, sagte Bürgermeister Detlef Neumann gestern auf AZ-Anfrage.

VON THOMAS WESTERMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare