Heiligenfelderin Caroline Prange absolviert Auslandssemester in Tomsk

Aufbruch nach Sibirien

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Im Beisein der Eltern übergab Pfarrer Matthias Kruppke als Erinnerung ein kleines Handkreuz, nebst Kalender und Blumen an Caroline und wünschte alles Gute für ihren Aufenthalt im sibirischen Tomsk.

Heiligenfelde. Im Dorfgemeinschaftshaus von Heiligenfelde fand ein Gottesdienst statt, in dem eine Aussendung integriert war. Pfarrer Matthias Kruppke informierte seine Gemeinde über diese besondere Form der temporären Verabschiedung eines Gemeindemitgliedes mit Gottes Segen.

Verabschiedet wurde Caroline Prange, die nicht nur in der Gemeinde durch ihr Orgelspiel bei Gottesdiensten bekannt ist. Sie, die 24-jährige Studentin im Mastersemester, wird am heutigen Mittwoch zu einem Auslandssemester nach Tomsk ins ferne Sibirien fliegen. Wie ihr bisheriger Studienweg aussah und was sie zu diesem Schritt bewegte, war von der sympathischen jungen Frau vor dem Gottesdienst zu erfahren. Nach dem erfolgreichen Besuch des damaligen Winckelmann-Gymnasiums in Seehausen, wo sie als zweite Fremdsprache Russisch wählte, studierte sie in Aachen an der TH Politikwissenschaften und machte dort ihren Bachelor-Abschluss. Die TU in Chemnitz ist ihr jetziger Studienort, wo sie in Europäischer Integration mit Schwerpunkt Osteuropa eingeschrieben ist.

Schon im vergangenen Jahr weilte sie zu einem Auslandssemester in Kaliningrad, dem einstigen Königsberg. Das jetzige Semester in Tomsk wurde deshalb gewählt, weil diese gut 5000 Kilometer entfernte Stadt eine Partneruniversität von Chemnitz besitzt und sie sich sehr für dieses Land und seine Leute interessiert. Positiv ist es auch für sie, da sie dort keine Studiengebühren bezahlen muss. Russische Geschichte, Recht und Russischkurs werden dort in den Vorlesungen und Seminaren vermittelt.

Zusammen mit ihr fliegen noch fünf Kommilitonen, darunter auch ihre Freundin Eilyne aus Neuruppin. Von Berlin über Moskau nach Tomsk werden sie am heutigen Mittwochmorgen abfliegen, um das sechs Zeitzonen entfernte Tomsk am Donnerstagmorgen zu erreichen. Ende Mai geht es dann wieder zurück. Nicht nur Pfarrer Kruppke wünschte der jungen Caroline alles Gute und Gottes Segen, sondern natürlich auch ihre Eltern und die ganze Kirchengemeinde.

Von Walter Schaffer

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