„Amigos – Das Beste live 2011“

Das Duo „Amigos“ mit Karl-Heinz (l.) und Bernd Ulrich bei dem Lied „Mein Sohn der Trucker“ in der Wischelandhalle.

Seehausen. Deutschsprachige Volksmusik füllt nach wie vor, besonders in der Altersgruppe 50 plus die Veranstaltungsräume. So war es auch am Wochenende, als die „Amigos“ in der Wischelandhalle mit ihrem Programm „Amigos – Das Beste live 2011“ über 800 Besucherinnen und Besucher begrüßen konnten.

Das Duo, mit bürgerlichem Namen Bernd Ulrich und sein um zwei Jahre älterer Bruder Karl-Heinz Ulrich, wurde 1970 gegründet. In einer Zeit, wo vorwiegend englische Titel gefragt waren, hielten die beiden Vollblutmusiker an ihrem Konzept der Deutschsprachigkeit ihrer Lieder fest und tingelten von Stadt zu Stadt, um auf ihre Musik aufmerksam zu machen. Im Jahr 2006 gelang es ihnen, in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und auch in Kanada eine feste Fangemeinde zu finden. Der endgültige Durchbruch kam, als sie bei „Achims Hitparade“ auftraten und den Titel des Musikantenkönigs erringen konnten. In der Gesamtwertung reichte es sogar mit soliden 20 Prozent Vorsprung und dem Titel „Dann kam ein Engel“ zum Titel „Musikantenkaiser“. Weiter Erfolge der jüngsten Zeit sind unter anderem die Krone der Volksmusik, der Herbert- Roth-Preis, die Goldene Tulpe (Holland) und Echo 2011.

Da beide Musiker ihre Show selbst moderierten, waren viele weitere Fakten aus ihrem musikalischen Werdegang von ihnen zu erfahren. Ihre Erfolgstitel der jüngeren Zeit, aber auch etliche, die vor Jahren in ihrem Studio produziert wurden, bildeten fast nonstop den Inhalt ihres Konzertes. Optische Unterstützung erhielten sie dabei durch die Bildprojektion auf den drei Leinwänden, die sich hinter den Musikern befanden. Besonders viel Beifall gab es für die Lieder „Der helle Wahnsinn“ (2007), „Ein Tag im Paradies“ (2008), „Sehnsucht, die wie Feuer brennt“ oder „Weißt du, was du für mich bist“ (2010). Mit Zustimmung wurde auch auf die Information reagiert, dass sich die „Amigos“ für die Belange „Weißer Ring“ engagieren und der Meinung sind, dass Kindesmissbrauch nicht verjähren dürfe. Publikumswirksam gestaltete sich ihre persönliche Werbung für Fanartikel, die in der Pause von den Ehefrauen des Duos verkauft wurden. Bei Einbruch der Dunkelheit bildeten dann die vielen elektronischen Wunderkerzen ein stimmungsvolles Bild in der Seehäuser Wischelandhalle.

Von Walter Schaffer

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