Höhe-Gemeinde kritisiert Abgabenlast

Altmärkische Höhe Finanziell in der Klemme

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Für Höhe-Bürgermeister Bernd Prange ist die hohe Umlage an die Verbandsgemeinde Seehausen ein Dorn im Auge. Der größte Batzen des Geldes wird für Personalkosten ausgegeben.

Altmärkische Höhe. Der Gemeinde Altmärkische Höhe geht die finanzielle Puste aus.

Das zeigte sich ganz deutlich auf der jüngsten Ratssitzung in der Rathslebener Schutzhütte, bei der die Abgeordneten einstimmig den Etat 2014 und das Haushaltskonsolidierungskonzept 2014 bis 2018 verabschiedeten. Dennoch: Zufrieden mit dem Zahlenwerk ist keiner.

Bürgermeister Bernd Prange weiß genau, dass die Gewerbesteuereinnahmen für die Höhe beträchtlich seien, doch daraus resultiert ein Teufelskreis, denn die Zuweisungen vom Land fallen dadurch geringer aus. Und ihm sind die hohen Umlagen, die die Höhe an Landkreis und insbesondere an die Verbandsgemeinde Seehausen zahlen muss, ein Dorn im Auge. „Obwohl die Einwohnerzahlen stetig sinken, zahlen wir Jahr für Jahr mehr Geld. Bei weniger Leuten müsste doch eine vernünftige Verwaltung aufgebaut werden können“, wünscht sich Prange. „Ich spreche mich jedesmal gegen Neueinstellungen aus, werde aber im Verbandsgemeinderat immer überstimmt“, ärgert sich der Höhe-Bürgermeister.

Kämmerin Katrin Neuber, die den Abgeordneten das Zahlenwerk vorstellte, räumte ein, dass die Personalkosten ein Grund für die steigende Umlage seien. Ratsherr Karl Elling hat dafür kein Verständnis. Mit der kommunalen Gebietsreform vor einigen Jahren und den damit verbundenen neuen Strukturen sollten sich die Kosten reduzieren – nichts davon sei wahr. Und Prange fügt angesichts der sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen auf der Höhe hinzu: „Je mehr wir einnehmen, desto mehr schröpfen sie uns.“

Von Thomas Westermann

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