Pferdefreunde und Züchter trafen sich in Bretsch zur 18. Auflage des Klönabends / Ollendorf berichtete über 2011

Altmärker können Erfolge vorzeigen

Dr. Henning Horzetzky (l.) und Arnold Ollendorf berichteten über das vergangene Zuchtjahr.

Bretsch. Zu ihrem nunmehr 18. Klönabend, der jährlich am Vorabend des Drei-Königs-Tages in der Bretscher Gaststätte Lunkwitz stattfindet, trafen sich Pferdefreunde und Züchter aus der Region.

Der Vorsitzende des Ponyzuchtvereins Altmark, Arnold Ollendorf, begrüßte die anwesenden Pferdefreunde und stellte seinen Eröffnungsbeitrag unter das Thema „Gott schütze unser edles Ross“. Diesen Slogan hatte er deshalb gewählt, weil in der vergangenen Saison zwei international bekannte Springpferde tödlich durch Aortenabriss verunglückt waren. Wie sonst auch wurden den Geburtstagskinder mit einem Toast bedacht. Reinhard Seelig wurde 76 Jahre und Dieter Schulz vollendete das siebente Lebensjahrzehnt. Gedacht wurde auch des professionellen Kommentators von Pferdesportveranstaltungen, Hans Heinrich Isenbarth, der von 1956 bis 1987 im Fernsehen agierte und in dieser Zeit auch zu Besuch bei den altmärkischen Züchtern in Krumke und Bretsch war.

Züchterfreund Ollendorf führte weiter aus, dass die altmärkischen Züchter im vergangenen Jahr an die Erfolge anknüpfen und sogar überbieten konnten. Bei allen Rassen wurden Erfolge erzielt. Dies bezieht sich etwa auf die Bundeslewitzschau in Redefin, wo der Züchterfreund Kurt Tannhäuser besonders mit seiner Lewitzstute erfolgreich abschnitt. Andrè Greif und Züchterfreund Bertram aus Stendal zeigten bei der Staatsprämienvergabe in Stendal mit Welsh- und Shetlandpony beste Ergebnisse. Ein Höhepunkt war auch das 40-jährige Bestehen des Ponyzuchtvereins Altmark (PZA). Dieses Jubiläum wurde zum Anlass genommen, einen großen Züchterball zum vergangenen Jahresende durchzuführen. Im Bereich der Kaltblutzucht war nur Dr. Jürgen Böhm vertreten. Mit seinem Pferd erreichte er einen guten mittleren Platz mit der Note 7,84. Als großer Höhepunkt zählte auch die von Dr. Henning Horzetzky organisierte Gestütsreise und der Lehrgang für Sulky und Mehrspänner, bei dem 40 Teilnehmer gezählt wurden. Den beiden Organisatoren Hartmut Muhl und Sascha Wunderlich wurde, wie auch der Gaststätte Lunkwitz, unter Beifall ein großes Lob ausgesprochen. Dr. Henning Horzetzky und Dr. Frank Klakow zeigten in ihren Beiträgen wie wichtig es ist, gut ausgebildete Pferde bereit zu stellen. Sie meinten: „Der Markt verlangt keine Tiere, die nur auf der Wiese stehen und Gras fressen können.“ Auf die enorme Bedeutung der Selektion bei den Zuchthengsten, so wie es uns zur Zeit die Holländer vormachen und damit erfolgreich sind, wiesen beide Fachleute mehrfach hin.

Nach einem gemeinsamen Schluck auf weitere Erfolge in der Pferdezucht im laufenden Jahr wurden noch die nächsten Termine bekannt gegeben, bevor es mit dem Klönen so richtig losging.

Von Walter Schaffer

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