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Alte Bücher zum Anfassen

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„Mehr als 100 Jahre alte deutsche Bücher zum Anfassen“ ist eine Ausstellung in St. Nikolaus betitelt, die reges Interesse findet.
„Mehr als 100 Jahre alte deutsche Bücher zum Anfassen“ ist eine Ausstellung in St. Nikolaus betitelt, die reges Interesse findet.

Beuster. „Mehr als 100 Jahre deutsche Bücher zum Anfassen“: Unter diesem Titel wurde die neue Ausstellung der in Stendal ansässigen Kaschade-Stiftung am Sonnabend in der St. -Nikolaus-Kirche zu Beuster eröffnet. Der Geschäftsführer der Stiftung, Prof.

Hans-Jürgen Kaschade, war bei der Vernissage zugegen und gab Erläuterungen zu der Exposition, die noch bis Ende Oktober in dem Kirchengemäuer betrachtet werden kann. Die Ausstellung geht auf das 1994 gegründete Literaturhilfswerk zurück, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Bücher zu sammeln, die seit drei Generationen im Besitz von Menschen gewesen sind. Mit dem Literaturhilfswerk soll die Verbreitung deutschsprachiger Literatur im Ausland aus Stendal in Sachsen Anhalt gefördert werden. Unterstützt werden unter anderem Universitäten, Schulen, Bibliotheken und Kindergärten. Bisher wurden über 200 000 Bücher in 25 Staaten geschickt, darunter beispielsweise Russland, die USA, Südafrika und China. Prof. Kaschade machte bei seinen einleitenden Worten zur Ausstellung auf die Lesegewohnheiten von der Geschichte bis zur Gegenwart aufmerksam. „Die heutige Jugend liest auf dem iPad“, sagte er und ist dennoch zuversichtlich, dass die literarischen Werke in Druckform eine Zukunft haben. So werden derzeit so viele Bücher gedruckt wie seit langem nicht mehr. Und: Eltern, in deren Besitz sich 100 oder mehr Bücher befinden, haben in der Schule die leistungsstärkeren Kinder. Für Prof. Kaschade ist dies eine Tatsache, die Optimismus gibt, dass das gedruckte Buch in den nächsten Jahrzehnten Bestand haben werde.

Von Thomas Westermann

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