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Neuer Glanz für alten Altar

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Von: Thomas Westermann

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Altar
Die Restaurierung des Altars in der Seehäuser Petri-Kirche soll im Mai starten. Ein Berliner Fachmann will mit den Arbeiten Ende September fertig sein. © Thomas Westermann

Seehausen. Nach der umfangreichen Sanierung der Türmerwohnung hat sich der Verein Freunde und Förderer der St.-Petri-Kirche zu Seehausen ein neues Ziel gesetzt. Der kulturhistorisch äußerst wertvolle geschnitzte Holzaltar soll restauriert werden. Vereinsvorsitzender Dr. Walter Fiedler startete einen Spendenaufruf, der nicht unerhört blieb.

Der Altar, der das Gotteshaus prägt, ist Anfang des 16. Jahrhunderts unter künstlerischem, niederländischen Einfluss entstanden. Doch nach den vielen Jahrhunderten muss das Prachtstück restauriert und auch konserviert werden. Vorab holten die Kirchenfreunde Kostenschätzungen ein, die sich zwischen 42 000 und 78 000 Euro bewegen. Den Zuschlag erhielt letztlich der Berliner Restaurator Dirk Jacob, der für die besagten 42 000 Euro den Altar wieder auf Vordermann bringen möchte. Vor acht Tagen gab es ein Gespräch mit dem Fachmann vor Ort, berichtete Dr. Fiedler im Gespräch mit der AZ, bei dem die sprichwörtlichen Nägel mit Köpfen gemacht werden konnten. So sollen die Arbeiten voraussichtlich am 15. Mai starten. Zu diesem Zeitpunkt können dann auch die Besucher das sakrale Gebäude im Rahmen der offenen Kirche besuchen. Der Restaurator machte deutlich, dass die Raumtemperatur für die Sanierungstätigkeit mindestens 14 Grad betragen müsse. „Hoffen wir mal, dass wir diese dann erreicht haben“, wünscht sich der Chef-Förderer. Läuft alles nach Plan, dann möchte der Bundeshauptstädter die Arbeiten Ende September abschließen.

Die Finanzierung sei jedenfalls gesichert, freut sich der Vereinsvorsitzende. „Wir haben sogar noch einen Puffer“, meint er, der aber dennoch weiteren Spenden für das Vorhaben nicht abgeneigt sei. Sozusagen für alle Fälle. Spender gab es viele. So konnte eine „Personen-Patenschaft“ erworben werden. Eine große Stange Geld, nämlich 20 000 Euro, kam Ende des Jahres von der Kirchlichen Stiftung Kunst- und Kulturgut in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Einen Beitrag zur Finanzierung leistete der Förderverein selbst. Die Einnahmen von den Besuchen der Türmerwohnung in 45 Meter Höhe finden für die Altarrestauration Verwendung. Die nicht unbeträchtliche Summe von 3000 Euro spendete bereits im Juli 2021 die „Wolfgang Jensch gemeinnützige GmbH“ mit Sitz in Starnberg.

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