Paten für die Altarbilder gesucht

Seehäuser Förderer der Petri-Kirche initiieren Spendenaufruf

Altar in der Seehäuser Petri-Kirche
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Der kulturhistorisch wertvolle Altar in der Petrikirche soll restauriert und konserviert werden.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. Nach der Fertigstellung und Einweihung der Türmerwohnung hat der Förderverein für die Seehäuser Petri-Kirche die nächste größere Herausforderung in Angriff genommen.

Der hölzerne Schnitzaltar im Gotteshaus soll restauriert und konserviert werden. Das Vorhaben stellte Vereinsvorsitzender Dr. Walter Fiedler auf der Jahreshauptversammlung der Kirchenförderer vor.

Geprägt wird die Kirche durch diesen Altar, der Anfang des 16. Jahrhunderts unter künstlerischem, niederländischen Einfluss entstanden ist. Im 19. Jahrhundert enthielten Altar und Retabel eine neugotische Rahmung. In die Predella wurde damals eine Kopie des letzten Abendmahls von Leonarda da Vinci eingefügt. Einig sind sich Dr. Fiedler und seine Mitstreiter, dass der Altar einen künstlerischen und kulturhistorischen Wert habe. Dennoch seien die Arbeiten ein finanzieller Kraftakt. Drei vorliegende Angebote bewegen sich zwischen 42 000 und 78 000 Euro. Ein Berliner Restaurator machte das kostengünstigste in Höhe der besagten 42 000 Euro. Fördergeld soll von der Kirchlichen Stiftung Kunst und Kulturgut kommen. Zudem werden Eigenmittel von circa 12 000 Euro derzeit noch benötigt. Dieser Betrag soll neben anderen Aktionen durch den Erwerb einer „Personen-Patenschaft“ erfolgen. Im Katalog sind die einzelnen Tafeln mit den abgebildeten Personen aufgeführt, wobei nun die Möglichkeit besteht, für eine Person „Pate“ zu werden. Die Spendenaktion sei super angelaufen, freut sich Dr. Fiedler. Rund 5000 Euro konnten derzeit schon gesammelt werden. Mit der Restaurierung soll in der zweiten Jahreshälfte 2022 begonnen werden. Rund 900 Arbeitsstunden sind geplant.

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