Aufgrund mangelnder Kinderzahlen schließt Aulosener Tagesstätte zum 31. Juli dieses Jahres

„Aland-Zwerge“ stehen vor dem Aus

+
Rüdiger Kloth ist nicht erbaut von der Schließung, doch sinkende Kinderzahlen machen den Schritt erforderlich.

Aulosen. In der Aulosener Kindertagesstätte „Aland-Zwerge“ gehen zum 31. Juli dieses Jahres die Lichter aus. Dazu entschloss sich die Mitgliederversammlung des Vereins um seinen Vorsitzenden Rüdiger Kloth bei der Zusammenkunft am Freitagabend.

Der Grund sind die sinkenden Kinderzahlen. Waren es im Jahr 2009 noch 28 Mädchen und Jungen, so werden für dieses Jahr lediglich elf prognostiziert. 2018 wird dann mit nur sieben gerechnet. „Dann kann keine Kitaarbeit mehr gewährleistet werden, es ist lediglich nur noch ein Spielkreis“, sagt Chef Kloth, der die Vereinsgeschichte Revue passieren ließ.

Vor zwölf Jahren, im Jahr 2005, wurde die Organisation aus der Taufe gehoben. Die Erzieherinnen um Einrichtungsleiterin Kerstin Grünwald haben engagiert gearbeitet und auch Einbußen in Kauf genommen. Beispielsweise bei nur 24 Tagen Urlaub im Jahr. 2015 waren die Kinderzahlen mit 16 bis 18 stabil. Kloth sprach von „goldenen Zeiten“, die nicht zuletzt den vielen Krippenkindern geschuldet waren, da die besonders hoch bezuschusst werden. Es konnten Rücklagen von knapp 40 000 Euro gebildet werden. Doch die könnten angesichts der gegenwärtigen Lage schnell aufgebraucht sein.

Schweren Herzens entschloss sich die Mitgliederversammlung zur Schließung der Einrichtung. Danach hatten einige Eltern und Erzieherinnen Tränen in den Augen, obwohl sie mit der Entscheidung gerechnet haben. „Wir haben zwölf Jahre lang durchgehalten, wir können erhobenen Hauptes abtreten“, sagte der Vereinsvorsitzende. Die „Aland-Zwerge“ finden ab 1. August bei den Krüdener „Waldwichteln“ oder im Groß Garzer „Schwalbennest“ eine neue Heimstatt. Das Mobiliar und die Spielgeräte bekommen die beiden Kitas. Die Küche erhält das „Schwalbennest“. Anlässlich der Schließung gibt es zum Abschied am 16. Juni ein Sommerfest. „Auch wenn es schmerzt, wir werden mit Pauken und Trompeten feiern“, kündigte der Vorsitzende an.

Von Thomas Westermann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare