„Ein wichtiges Signal für die Region“

Aland-Überleitungsbauwerk offiziell in Betrieb genommen

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Im Beisein von LHW-Chef Burkhard Henning (v.l.) drückten Staatssekretär Klaus Rehda, Lüchow-Dannenbergs Vize-Landrat Karl Behrens, Stendals stellvertretender Landrat Dr. Denis Gruber und Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth den roten Knopf zur Inbetriebnahme.

Wanzer – Gut Ding will Weile haben: Was im Dezember 1904 mit den ersten Planungen von Regierungsbaurat Rogge für den Hochwasserschutz an Elbe und Aland begann, konnte gestern zum Abschluss gebracht werden. Die Rede ist vom Alandüberleitungsbauwerk in der Nähe von Wanzer.

Eigentlich ist es schon seit dem vergangenen Jahr funktionstüchtig, doch offiziell fiel der Startschuss gestern Vormittag im Beisein all jener, die Anteil an dieser Anlage für den Hochwasserschutz haben.

Rund 5,5 Millionen Euro kostete das Bauwerk.

Burkhard Henning, der Chef des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) in Sachsen-Anhalt, konnte unter anderem den Staatssekretär im Umweltministerium, Klaus Rehda, Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth, den Vize-Landrat des Landkreises Lüchow-Dannenberg, Karl Behrens, Stendals Vize-Landrat Dr. Denis Gruber sowie Vertreter des Baubetriebes aus Perleberg begrüßen.

Bei dem Bauwerk handelt es sich um ein 4-Feld-Wehr mit einer Gesamtöffnungsweite von 20 Metern. Verbaut wurden unter anderem 1900 Kubikmeter Beton, 230 Tonnen Betonstahl und 76 Tonnen Stahlspundbohlen, weiß Osterburgs Flussbereichsleiter Hans-Jörg Steingraf. Die Kosten belaufen sich auf etwa 5,5 Millionen Euro. Der Schutz vor dem Hochwasser durch das Überleitungsbauwerk komme den Orten in der Verbandsgemeinde Seehausen, der Samtgemeinde Gartow im benachbarten Niedersachsen zugute und reiche bis nach Osterburg.

Staatssekretär Rehda sprach von einem „wichtigen Signal für die Region“. Hochwasserschutz müsse über die Ländergrenzen hinaus erfolgen. Und er weiß, dass das Land Sachsen-Anhalt die vielen Investitionen zum Schutz vor den Fluten finanziell nicht hätte allein stemmen können. Ausdrücklich dankte er der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union für die Bereitstellung von Geld.

Letztgenannte Äußerungen konnte Seehausens Verwaltungschef nur beipflichten und hatte zudem einen Wunsch. „Hinsichtlich des Hochwasserschutzes sollte künftig nicht am Personal gespart werden.“ Zugleich hatte Kloth lobende Worte für die Wasserwehr mit Horst Sandmann an der Spitze. Sandmann ist ein Mann der Tat und sagte schon mal vorsorglich: „Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser.“

Für kulturelle Einlagen zwischen den Reden sorgte die Band „feelstimmig“. Die Wahl für das Frauenquartett bei der Einweihung des Bauwerkes kam nicht von ungefähr. Immerhin leben die Damen in den hochwassergefährdeten Gebieten Aland und Zehrental.

VON THOMAS WESTERMANN

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