LHW kann Einsatz noch nicht starten

Verkrauteter Aland sorgt für Kritik: „Wassertouristen haben es schwer“

Verkrauteter Aland bei Falkenberg
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Der Aland wie hier bei Falkenberg ist total zugewachsen. Die Krautung soll erst im Herbst erfolgen.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen/Osterburg. Alle Jahre wieder bietet sich ein ähnliches Bild: Der Aland bei Seehausen ist total verkrautet und voller Entengrütze. Der wischestädtische Uhrmachermeister und Chef des Seehäuser Turmuhrenmuseums, Günther Haut, hat dieser Tage eine Radtour unternommen und war fassungslos.

Wie er gegenüber der AZ sagte, sei der Zustand alles andere als zufriedenstellend. „Wassertouristen haben es schwer. Für sie ist es schier unmöglich, den Fluss passieren zu können“, meint der Handwerksmeister. „Früher ist ab und an ein Krautungsboot gefahren und hat den Fluss geräumt, aber das klappt ja anscheinend auch nicht mehr“, ärgert sich Haut, der mit Wasserwanderern gesprochen hat und die sich über den Zustand des Flusses bei ihm beklagten.

Doch dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) sind derzeit noch die Hände gebunden, wie eine AZ-Anfrage ergab. Uta Hahn, die stellvertretende Leiterin des Flussbereichs Osterburg, sagte, dass aufgrund von naturschutzrechtlichen Belangen nicht eingegriffen werden könne. Hinzu kommen niedrige Wasserstände, die den Einsatz eines Krautungsbootes nicht zulassen. Allerdings sei die Krautung dieses Jahr nicht passé. In den Monaten September oder Oktober sollen die Arbeiten verrichtet werden, kündigt die Vize-Flussbereichsleiterin an. Wassertouristen dürfte die Aussage nicht sonderlich gefallen. Denn im Herbst neigen sich die Freiluftaktivitäten eher dem Ende zu.

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