Aktion dient dem Wildmonitoring, um die Verbreitung von Krankheiten zu erkennen

Absitzdrückjagd in Neukirchen: Mehr als drei Dutzend Waidmänner schießen über 30 Tiere

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14 Stück Schwarzwild, 17 Rehe und zwei Füchse wurden während der Jagd erlegt. Die Ansitzdrückjagd findet einmal im Jahr statt.

Neukirchen – Zur diesjährigen Ansitzdrückjagd in Neukirchen trafen sich am Samstagmorgen 42 Jäger und 26 Jagdhelfer, früher Treiber genannt, an dem Anglerheim der wischestädtischen Gemeinde.

Vom langjährigen Jagdleiter, Thomas Musche, wurden die Weidmänner der Region und eingeladene Jäger sowie ihre Helfer begrüßt und mit den notwendigen Informationen und Belehrungen vertraut gemacht. Dann konnten alle ihre zugewiesenen Standorte in dem zirka 500 Hektar großen Jagdgebiet beziehen.

Das Wetter war durchwachsen und zeigte sich von regnerisch bis zum vollen Sonnenschein am Ende der Jagd um 13 Uhr. Schon davor wurde von einzelnen Jägern ihr erlegtes Wild am Anglerheim abgelegt. Nach der Kennzeichnung der gestreckten Tiere durch Kerstin Musche, die über langjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt, erfolgte die Entnahme der Proben für die gesetzliche Trichinenuntersuchung. Diese Proben nahm nach Beendigung der Jagdauswertung der amtliche Tierarzt, Dr. Thoralf Schaffer, ins Zentrallabor des Landkreises Stendal mit, welches unter der Leitung von Dr. Michael Alt steht. Gleichzeitig erklärten sich einige Jäger bereit, Blutproben vom Schwarzwild zu entnehmen. Diese dienen dem Wildmonitoring des Schwarzwildes, durch welches Krankheiten wie Brucellose oder Schweinepest erkannt werden können. 133 solcher Proben muss der Kreis pro Jahr vorweisen.

Inzwischen wurden die Schwarzkittel, Rehe und Füchse gebracht und die Strecke gelegt. Entsprechend der Tradition folgend, lag bei jedem der erlegten Tiere der Schützenbruch, der nach der Auswertung durch den Jagdleiter den Hut des Schützen zierte.

Zur Auswertung der Jagd erklangen die Signale der Eichenbläser Beuster-Geestgottberg, die Unterstützung durch einen Bläser der Jagdhornbläser aus Windberge erhielten. Was für die Ohren der Jäger ein Wohlklang war, veranlasste die anwesenden Hunde zu einem kräftiges Jaulen. Mit 17 Frischlingen unter zehn Kilogramm lagen außerproportional viel kleines Schwarzwild neben den anderen neun Bachen und Keilern. Den größten Keiler streckte der Jagdfreund Tino Krach aus Falkenberg mit einer Masse von 131 Kilo nieder. Drei Stück Rehwild und drei Füchse vervollständigten die Strecke in Neukirchen. Als Jagdkönig konnte Adrian Beichert mit fünf Schweinen und zwei Füchsen geehrt werden, der den gleichen Titel schon im letzten Jahr vom Jagdleiter erhielt.

In einer ersten Version dieses Textes handelte es sich versehentlich um den aus einem früheren Jahr. Die Redaktion bittet hierfür um Entschuldigung.  ws

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