Platz für Heilpädagogische Einrichtung auf ehemaligem Sekundarschulgelände in Seehausen

Abriss – erster Schritt zum Neustart

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Es werden noch ein paar Tage ins Land gehen, bevor die Altlasten beseitigt sind. Auf dem ehemaligen Gelände der Seehäuser Sekundarschule soll bis 2017 eine Heilpädagogische Einrichtung des Diakoniewerks Osterburg entstehen.

Seehausen. Zwei bis drei Wochen wird es wohl noch dauern. Baulärm ist auf dem Gelände der früheren Sekundarschule Seehausen nahe der Wischelandhalle und in direkter Nachbarschaft zur Grundschule zu vernehmen.

Die Stendaler Abrissexperten nehmen die alten Flachbauten auseinander. Diese wurden vielleicht nicht für die Ewigkeit gebaut, haben allerdings ihre Tücken. Es sei viel Müll dabei, den es zu trennen gilt. Wie auch im Haushalt, können die verschiedenen Materialien nicht einfach in einem Abwasch entsorgt werden. Die Steine der Mauern müssen separat von der hölzernen Dachkonstruktion sowie von den Stahl- und Drahtgeflächten zunächst gelagert, dann abtransportiert werden. Der Bagger muss somit noch walten, bis Baufreiheit für den Neubau geschaffen ist, der dort entstehen soll.

Auf den rund 4000 Quadratmetern will das Diakoniewerk Osterburg eine Heilpädagogische Einrichtung für geistig und mehrfach behinderte Menschen errichten lassen (AZ berichtete). 33 Plätze soll der Neubau umfassen und Anfang 2017 den Betrieb aufnehmen. Für den neuen und modernen Standort in der Wischestadt wird jener in Königsmark aufgegeben. Die Heilpädagogische Einrichtung Königsmark bietet bisher Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit geistigen oder mehrfachen Behinderungen einen Ort zum Leben und Wohnen. „Den Bewohnern soll eine Lebensführung ermöglicht werden, die so normal wie möglich und so besonders wie nötig ist“, heißt es auf der Internetseite des Werkes unter www.diakonie-osterburg.de.

Der Standort Seehausen bringt neben der Anbindung an eine Bahnstrecke zudem die Vorteile, dass ein Krankenhaus sowie gastronomische, kulturelle und Möglichkeiten zum Einkaufen in direkter Umgebung der Einrichtung vorhanden sind.

Von Alexander Postolache

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