Nächster Abschnitt ab 2020

A 14: Klage zurückgezogen – Verbandsgemeinde einigt sich mit Land

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Landesverkehrsminister Thomas Webel ist in Sachen A 14-Weiterbau guter Dinge.

Seehausen – Die Verbandsgemeinde Seehausen hat die Klage gegen den nördlichsten Abschnitt der A 14 in Sachsen-Anhalt per Ratsbeschluss am Dienstagabend zurückgezogen.

„Durch diese vernünftige Entscheidung wird vor allem viel Zeit gespart, die den Weiterbau der A 14 nur unnötig verzögert hätte“, teilte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) gestern mit.

Nach der endgültigen Einigung mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) vor einer Woche (AZ berichtete) sei das ein weiteres wichtiges Signal vor allem für die Bürger der Altmark, so der Minister.

Grundlage des Gemeinderatsbeschlusses sei eine Vereinbarung mit dem Land über zusätzliche Maßnahmen im Rahmen des Autobahnbaus, die den Einwohnern von Seehausen zugutekommen, so Webel. Hierzu gehören unter anderem Lärmschutzmaßnahmen. Nun steht nur noch eine Klage der Hansestadt Seehausen gegen den A 14-Abschnitt im Raum.

Wie der Minister gestern im Rahmen eines Baustellen-Besuchs am künftigen Autobahnzubringer, der Ortsumfahrung Schernikau, informierte, liege nun auch der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt von Lüderitz bis Stendal vor. Für den knapp 13 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Lüderitz und Stendal-Mitte sind Baukosten von rund 150 Millionen Euro veranschlagt.

Wenn niemand gegen den 800 Seiten starken Beschluss klage, sei das Baurecht unanfechtbar, erklärte Webel. Dann könnten mit einem Schlag mehr als 31 Autobahnkilometer gebaut werden, da für den nördlich anschließenden Abschnitt bis Osterburg Baurecht bestehe.

Nach Ausschreibungen und Auftragsvergabe, könnten Mitte nächsten Jahres die Bagger anrollen. Die Kosten für das knapp 18 Kilometer lange Stück von Stendal-Mitte bis Osterburg werden mit rund 145 Millionen Euro veranschlagt. Die Bauzeit beträgt insgesamt drei Jahre.

Die A14-Nordverlängerung ist nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums das größte Bundesfernstraßenprojekt in den östlichen Bundesländern. Nach ihrer Fertigstellung soll die A 14 von Wismar bis Nossen in Sachsen führen. dpa

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